Incoming-Tourismus weiter ansteigend

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes, Wiesbaden, wurden im ersten Halbjahr 2001 in deutschen Beherbergungsstätten mit neun oder mehr Betten 17,4 Mio. Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland gezählt. Das waren 0,4 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2000. Besonders beachtlich ist die Steigerungsrate, da bereits das Jahr 2000 auf Grund der Expo einen Rekordwert im Tourismus in Deutschland gebracht hatte. Gegenüber dem ersten Halbjahr 1999 bedeuten die 17,4 Mio. Übernachtungen ausländischer Gäste im ersten Halbjahr 2001 eine Zunahme um 7,9 Prozent. Vor allem Gäste aus europäischen Herkunftsländern haben im ersten Halbjahr 2001 wieder verstärkt Übernachtungen in deutschen Beherbergungsstätten (+ 146.000 oder + 1,2 Prozent) gebucht. Die Niederlande (+ 57.000/+ 2,5 Prozent), Russland (+ 46.000/+ 15,5 Prozent), die Schweiz (+ 40.000/+ 4,5 Prozent) und Österreich (+ 22.000/+ 2,9 Prozent) waren die Herkunftsländer mit den höchsten Steigerungen der Übernachtungen. Demgegenüber wurden bei den Gästen aus Großbritannien (- 109.000/ - 6,4 Prozent) und aus Portugal (- 20.000/- 16,6 Prozent) die höchsten Rückgänge unter den europäischen Herkunftsländern festgestellt.

Auch Gäste aus den asiatischen Ländern übernachteten im ersten Halbjahr 2001 häufiger in deutschen Beherbergungsstätten als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (+ 8.000/+ 0,5 Prozent). Hier schlugen vor allem die gestiegenen Übernachtungen der Gäste aus China (+ 26.000/+ 12,6 Prozent) und Südkorea (+ 12.000/+ 16,9 Prozent) positiv zu Buche. Dem standen gesunkene Übernachtungszahlen der Gäste aus Japan (- 16.000/- 2,4 Prozent) gegenüber.

Die stärksten Rückgänge verzeichneten die deutschen Beherbergungsbetriebe bei Gästen aus Nord- und Süd-Amerika (- 140.000/- 5,1 Prozent). Dies ging vor allem auf den Gästerückgang aus den USA zurück, die im ersten Halbjahr 2001 137.000 Übernachtungen weniger (- 6,0 Prozent) als im entsprechenden Vorjahreszeitraum buchten.
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