Interreligiöser Speiseplan für die Schulmensa

In deutschen Schulen steigt der Anteil an Kindern, die weder evangelisch noch katholisch sind. Dieser Heraus-forderungen für die Mensabetreiber an Ganztagsschulen begegnet die Hochschule Osnabrück mit Schulungen zum interreligiösen Köchen. 
 
„Religiöse Hintergründe können ein Grund für die Nichtakzeptanz des Schulspeiseangebotes sein“, stellt Prof. Dr. Elisabeth Leicht-Eckardt von der Hochschule Osnabrück fest. Mit dem Forschungsprojekt „Inklusion durch Schulverpflegung“  sollen jetzt Verantwortliche in der Schulverpflegung für dieses Thema stärker sensibilisiert werden.
 
Zum Auftakt wurde im WABE-Zentrum der Hochschule Osnabrück Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher Religionen ein interreligiöser Kocherlebnis-Tag geboten. In drei Kochteams wurdenjüdische Latkes, syrische Pfannkuchenund deutsche vegane Pfannkuchen zubereitet. In den Teams waren katholische, muslimische, jüdische und evangelische Religionsvertreter bunt gemischt. 

„Es muss normal sein, das Menschen aus verschiedenen Religionen unterschiedliche Speisevorschriften haben. Keiner sollte deshalb schief angeschaut werden“, formulierte Michael Grünberg, Vorsitzender des Landsverbandes der Jüdischen Gemeinde in Niedersachsen, ein Ziel des Forschungsprojektes. Über die zum Teil gravierenden Unterschiede in der Zubereitung der Speisen, der Wahl der Küchengeräte sowie der Auswahl an Utensilien und Zutaten informierte Elisabeth Giesenkamp von der Hochschule Osnabrück.
 
Ab Herbst sollen Entscheidungsträger der Schulen, Fach- und Lehrkräfte sowie Anbieter von Schulverpflegung in speziellen Schulungen im WABE-Zentrum mit den Herausforderungen und Lösungen zu diesem Thema vertraut gemacht werden. Die Schulungen werden von der Apetito AG Rheine finanziell unterstützt.
 
http://www.inklusiondurchschulverpflegung.de/
www.wabe-zentrum.de


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