Fleischkonsum rückläufig

Junge lieben pflanzliche Alternativen

Besonders junge Konsumenten zeigen sich laut einer aktuellen Untersuchung von Mintel offen gegenüber Fleischalternativen. Mit 18 Prozent greift fast jeder fünfte 16- bis 24-Jährige im Supermarkt zu pflanzlichen Produkten. Insgesamt sind es 11 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen, die Fleischalternativen konsumieren.

Die Gründe für den Kauf sind dabei vielfältig. 33 Prozent geben an, ihren Fleischkonsum reduzieren zu wollen, für 30 Prozent spielen ethische Gründe eine wichtige Rolle, 29 Prozent wollen mehr Abwechslung auf dem Teller und 22 Prozent sind besorgt um die ökologischen Auswirkungen der Massentierhaltung.

Während die Fleischalternativen im Kommen sind, ist der Fleischkonsum laut aktueller 'Versorgungsbilanz Fleisch' vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Deutschland pro Kopf weiter rückläufig. 2014 konsumierten die Menschen in Deutschland 60,4 kg Fleisch pro Kopf, 0,4 kg weniger als noch 2013. Seit 1988 ist der Fleischkonsum um mehr als 14 Prozent gesunken.

"Immer mehr jüngere Menschen entscheiden sich bewusst für eine nachhaltige, also pflanzliche Ernährung", erklärt Sebastian Zösch, Geschäftsführer der Vegetarierbundes VEBU, die Ergebnisse der Befragung bei den 16- bis 24-Jährigen. Dass zeitgleich der Fleischkonsum sinkt, wundert ihn nicht. "Pflanzliche Alternativen sind meist gesünder und tragen aktiv zum Klimaschutz bei. Annähernd jedes Produkt ist heute in einer pflanzlichen Variante erhältlich. Egal ob Schnitzel, Burger-Bratling oder Currywurst".

www.vebu.de


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