Kantine der Dresdner Bank zur Werkschau Moderne Kunst wieder geöffnet

Zu seinem 20-jährigen Bestehen startet das Museum Moderne Kunst MMK in Frankfurt in dieser Woche eine große Werkschau der Jahre 1991 bis 2011. Zur Ausstellung gehört auch die ehemalige Kantine der Dresdner Bank, die in der ehemaligen Degussa-Verwaltung am Mainufer aufgebaut wurde.
Bis zum 9. Oktober wird das Ausstellungsstück auch als Restaurant genutzt. Museumsbesucher können aus einem Angebot regionaler Gerichte bis zum Maximalpreis von knapp neun Euro wählen. Die Speiseausgabe verbirgt sich in einem schmalen Schlitz in einer orangenfarbenen Wand, der den Blick auf die kleine Küche dahinter erlaubt.  

Die ehemalige Kantine sowie weitere Werke aus der Kunstsammlung der Dresdner Bank waren nach der Übernahme durch die Commerzbank im vergangenen Herbst dem MMK als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt worden. 

Der Esslinger Künstler Tobias Rehberger hatte 2002 eine Installation für das Mitarbeiterkasino der Dresdner Bank umgesetzt. In acht Sitzgruppen - sogenannte Kunstinseln - hatte Rehberger die herkömmliche Möblierung durch eigens entworfene oder ausgesuchte Möbel ersetzt. Die Plätze tragen die Namen von acht Städten, in denen die Dresdner Bank seinerzeit Repräsentanzen unterhalten hatte. Wer nach Mailand zum essen geht, nimmt auf Designermöbeln Platz, wer Singapur wählt, wird von bunten Ballonlampen beleuchtet und in Moskau nimmt man an einem Resopaltisch Platz.

www.mmk-frankfurt.de



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