Karstadt-Entscheidung verzögert sich

Die Investorensuche für die insolvente Karstadt GmbH, Essen, zieht sich hin. Wohl erst im Mai kann es Entscheidungen geben.

Noch im November hatte die Insolvenzverwaltung den März 2010 als ultimativen Zeitraum ausgelobt, um parallel einen Insolvenzplan und einen neuen Investor präsentieren zu können. Zweifel an diesem ehrgeizigen Zeitplan kamen bereits im Dezember auf. Doch nun ist klar, dass es wohl bis weit in den April hinein dauern wird, ehe überhaupt ein Insolvenzplan verabschiedet werden kann.

Zudem sieht die Planung in Essen jetzt vor, einen Investor erst dann zu präsentieren, nachdem der Insolvenzplan beschlossen und ausgezahlt worden ist. Karstadt könne dann aus der Insolvenz entlassen und den künftigen Eignern ein Unternehmen verkauft werden, das mit Ausnahme der Miet- und Pensionsverpflichtungen über keinerlei Schulden mehr verfügt.

Laut Insolvenzverwaltung reicht die derzeitige Liquidität aus, um den Insolvenzplan auch auszahlen zu können. So habe der Januar bei den Erträgen ein Plus im zweistelligen Millionenbereich gegenüber der eigenen Planung gebracht. Helfen wird ebenso, dass Arbeitnehmer und Vermieter auf Forderungen und Leistungen in Höhe von mehr als 350 Mio. Euro verzichten.

Wie hoch die Insolvenzplansumme insgesamt ist und welche Quote sich für die Gläubiger ergeben wird, wollte in Essen allerdings niemand sagen (Redaktion LZ). Keinerlei Auskünfte gibt es auch zum Kreis der möglichen Investoren. Derzeit werde mit sechs Interessenten verhandelt, die aus einem Kreis von ursprünglich 30 Bewerbern ausgewählt worden sind.


www.karstadt.de

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