Kinderhilfswerk fordert Umdenken beim Schulessen

Das Deutsche Kinderhilfswerk empfiehlt ein generelles Umdenken beim Schulessen. Präsident Thomas Krüger fordert die Absage an Großküchen und die stärkere finanzielle Unterstützung von dezentralen Lösungen. Darüber hinaus regt er die Einführung eines Schulfaches "Gesundheits- und Ernährungsbildung" an. 

"Wir müssen sicherstellen, dass im Ganztagsbetrieb jedes Kind in der Schule eine gesunde, warme Mahlzeit bekommt", mahnt Krüger. Eltern, die über ein ausreichendes Einkommen verfügten, müssten die Kosten tragen, wo das nicht gehe, sei die Gesellschaft und damit die öffentliche Hand gefordert. Das Geld, das im System der Familienförderung ausgegeben werde, müsse konzentriert werden und nicht durch Freibeträge und Steuervergünstigungen ausgegeben werden, die vor allem besser gestellten Familien nutzen.

Ein weiteres Problem ist nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes auch die unterschiedliche finanzielle Wertigkeit, die dem Schulessen von den Bundesländern beigemessen werde. "Während die Mahlzeiten an thüringischen Schulen nur 1,90 Euro kosten dürfen, stehen in Hamburg 3,50 Euro und in Bayern mehr als 4 Euro zur Verfügung.

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