Globus

Kleinflächen-Format fridel setzt massiv auf Gastronomie

Der Großflächen-Spezialist geht neue Wege. In Innenstadtlage in Saarbrücken eröffnete vor einer Woche das innovative Format fridel – markt & restaurant: Von 800 qm gehören 350 qm der Gastronomie, die im Globus-Kontext hier nicht nur quantitativ eine enorme Aufwertung erfährt: „Ein kleiner Supermarkt mit großer Gastronomie und Globus-Drive Abholstation“, so umreißt es Globus-Geschäftsführer Johannes Scupin. „So etwas gibt es sonst nicht im deutschen Einzelhandel.“

Damit reiht sich Globus ein in die Bestrebungen des Food-Einzelhandels, mit verbrauchernahen Konzepten tragfähige Antworten auf die Megatrends dieser Tage zu geben: mehr und mehr Singles, Zeitnot und wachsender Bedarf an Convenience-Lösungen zur Bewältigung des Alltags, verändertes Ernährungs-, Konsum- und Kochverhalten. Das gastronomische Angebot wird dabei strategisch hoch eingestuft.

Zur Verfügung stehen je 100 Sitzplätze drinnen – bzw. im Anbau der umgebauten Industriehalle, mit Glasfront und organisch geformter Decke aus Holzlamellen, und auf der Dachterrasse. Wie der Markt selbst mit lediglich 3.000 sorgsam ausgewählten, auf die angepeilte Zielgruppe zugeschnittenen Artikeln im Sortiment, fährt auch das Restaurant ein kompaktes Angebot, konzentriert auf die Kernkompetenzen Grill, Wok, Pizza und Salat. Globus-typisch stammen Fleisch, Wurst und Backwaren aus eigener Produktion, die auch das Restaurant versorgt. 15 von insgesamt 30 Mitarbeitern sind in der offenen Küche und der Ausgabe am Werk.

Mutig die Bezahllösung: Nach Vorbildern wie Vapiano wird auf der fridel-Karte alles gebucht, was der Kunde vor Ort verzehrt oder fürs Mitnehmen kauft. Dabei wird automatisch der jeweilige Mehrwertsteuersatz erhoben. Ein Experiment – ungewohnt für viele Kunden. Anders als der Supermarkt (im Saarland vorgeschrieben: Um 20 Uhr ist Schluss) hat die Gastronomie bis 22 Uhr geöffnet. Etwa ein Drittel der Gesamtumsätze - laut Einschätzung des Branchen-Blatts LebensmittelZeitung (dfv Mediengruppe) dürften sie in der Größenordnung von 3 Mio. € liegen - soll das Restaurant beisteuern.

Auch dank der lichten Markthallen-Atmosphäre in der ehemaligen Industriehalle kommt fridel ausgesprochen sympathisch, bodenständig und zugleich hochwertig daher. Dass im Retail das Preiseinstiegs-Sortiment nicht stattfindet, vielmehr Globus-Eigenmarken und Alnatura viel Raum eingeräumt wird, tut das seine. Akzente mit Blick auf die angepeilte Zielgruppe – vor allem die rd. 8.000 Beschäftigten von Versicherungen und Krankenkassen im Laufradius von ca. 10 Minuten - setzt Globus mit Features wie WLAN-Hotspots, einer kleinen Lounge zum Chillen, dem jugendlichen Logo und der frischen Website.

www.mein-fridel.de

www.globus.de




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