Hessen

Klima-Kampagne für Großküchen / Mitmacher gesucht

„Ein Ballon für das Klima“ – unter diesem Motto startete diese Woche die Kampagne „Große Küche auf kleiner Flamme“ im Rahmen der Klimagourmetwoche in Frankfurt am Main. Zahlreiche Küchenchefs aus Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung erhielten per Fahrrad-Kurier im Karton verpackte Ballons als symbolische Einladung zur Kampagne für mehr Klimaschutz in Großküchen.

Initiatoren der Kampagne sind das europaweite Städte-Netzwerk Klima-Bündnis sowie das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FibL). Ziel ist es, 100 Großküchen im Rhein-Main-Gebiet zu gewinnen, die mindestens einen von sechs Vorschlägen zur Reduzierung ihrer Kohlendioxid-Emissionen innerhalb von zwölf Monaten umsetzen. Die Maßnahmen sind laut Initiatoren einfach sowie effektiv und sollen zudem den Tischgästen Klimaschutz auf dem Teller schmackhaft machen.

Ein simples Beispiel sei der häufigere Einsatz von Kartoffeln statt Reis. Der Nassanbau von Reis verursache wesentlich mehr Treibhausgas-Emissionen als die Erzeugung von Kartoffeln. Weitere Maßnahmen sind der Ausbau des vegetarischen Angebotes, der vermehrte Einsatz von frischer Ware, Bioprodukten sowie von saisonalen und regionalen Lebensmitteln. Auch der Wechsel zu Ökostrom kann eine Maßnahme sein.

Die teilnehmenden Küchen präsentieren ihr Engagement mittels eines CO2-Rechners auf der Projekthompage. Hierfür füttern die Gastro-Profis das Berechnungstool je nach gewählter Maßnahme mit den Daten der bisherigen und zukünftigen Warenmengen. Das Minderungspotenzial wird anschließend in Form von virtuellen Ballons dargestellt.

Neben Großküchen sind auch Kommunen zur Teilnahme aufgerufen, die als Träger von Kantinen, Krankenhausküchen oder Schulmensen die Kampagne dazu nutzen können, mit ihren kommunalen Klimaschutzaktivitäten in neue Bereiche vorzudringen. Die Kampagne wird durch das Umweltbundesministerium gefördert und ist Teil der Nationalen Klimaschutzinitiative.

grossekueche-kleineflamme.de



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