Klinikküchenleiter setzen auf Know-how

"Das Wirtschaften in einer Krankenhausküche ist gerade in Tagen der Reorganisation des Gesundheitswesens nicht einfach", so das Fazit von Karl Haaf, Leiter des Freien Arbeitskreises der Krankenhausküchenleiter Deutschland (KKL), der sich jetzt zu seiner Herbsttagung in der medizinischen Hochschule Hannover traf. Neben der Besichtigung der neuen Zentralküche (140 Mitarbeiter, 1.800 Essen) ihres Hannover Kollegen und Gastgebers Ludwig Gieseke, stand fachlich-konstruktiver Gedankenaustausch im Mittelpunkt des Tagungsgeschehens. Besonders Haaf wies in seinem Beitrag vor rund 50 Teilnehmern auf die Wichtigkeit von betriebwirtschaftlichen Kenntnissen hin, die gerade heute unverzichtbar seien. "Nur wer die Verantwortlichen fundiert von der Wirtschaftlichkeit seiner Einrichtung überzeugen kann, hat eine Chance." Grundvoraussetzung: Die eigene fachliche Entwicklung nie als vollendet betrachten. Seine Praxistipps: Personaleinsätze optimieren, Einkaufssynergien nutzen und technische Hilfsmittel wie beispielsweise Wirtschaftsprogramme nutzen. Eines dieser technischen Hilfsmittel stellte sodann Erhard Löffler, Rational AG, Landsberg am Lech, vor. Das neue Nachtgarverfahren verspreche eine Reduzierung des Rohwareneinsatzes von bis zu 35 Prozent. "Davor kann niemand die Augen verschließen", meint Löffler. Mit dem Verfahren, das ursprünglich in den USA entwickelt wurde, schaffe man nicht nur eine Reduzierung des Wareneinsatzes, sondern auch einen Kapazitätsgewinn von zwei bis vier Stunden am Tag und das bei 100-prozentiger hygienischer Sicherheit. Interessant nicht nur in Krankenhausküchen, sondern auch – wie Anwendungsbeispiele verdeutlichen – in Betriebsrestaurants. Eindeutiges Tagungsfazit: Gerade heute ist es elementar, vermeidbare Fehlerquellen zu lokalisieren und durch fachliches Know-how zu eliminieren.



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