Kochmütze mit neuer Preisstrategie

Preise runter statt rauf – und das alles im Vorfeld der Mehrwertsteuererhöhung: Mit dieser Strategie will Kochmütze, die Gastronomie der Möbelhäuser Höffner, sich neu positionieren. Statt 6,90 EUR kosten die teuersten Hauptgerichte nur noch 4,50 EUR – bei gleicher Qualität und Portionsgröße. Warum man sich das leisten kann und möchte? In erster Linie durch eine Neudefinition von Aufgabe und Stellung innerhalb des Möbelhauskonzerns, der seit Sommer einheitlich als Höffner firmiert. Sprich, mit den neun Häusern von Möbel Walther und dessen ehemaliger Gastro-Präsenz Schlemmerland sind es nun 20 Betriebe mit Kochmütze-Gastronomie. Nach wie vor lautet das Ziel, kostendeckend zu arbeiten. Aber buchstäblich nicht um jeden Preis. Denn: „Gastronomie im Möbelhaus ist ein wichtiges Marketinginstrument. Unsere wichtigste Aufgabe ist es, Kunden zufrieden zu machen, zu locken und zu belohnen, nicht eine hohe Umsatzrendite zu erzielen“, erklärt Geschäftsführer Holger Görisch. Kunden sollen mit dem Kleingeld aus der Hosentasche zahlen können und damit satt werden, so der Gedanke dahinter. Außerdem sei die Klientel extrem preissensibel. „Schon die kleinste Preissteigerung wird abgestraft“, sagt Görisch. Deshalb will man auch trotz Mehrwertsteuererhöhung keinesfalls an den Preisen drehen. „Was wir durch unsere Preispolitik an Deckungsbeitrag einbüßen, wollen wir durch eine höhere Frequenz und mehr Zusatzumsatz wieder hereinholen.“ Mit Erfolg. Rd. 6 % mehr Gäste zählt man seit der Umstellung. Außerdem hat sich schon nach kurzer Zeit der Dessertumsatz verdreifacht, die Nachfrage nach Kaffee(-spezialitäten) und Kuchen ist ebenfalls gestiegen. Nächstes großes Projekt: ein spezielles Food-Angebot mit Getränk anlässlich des 40-jährigen Jubiläums zum Schnäppchenpreis von 2 EUR. www.hoeffner.de


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