Kochmützen an Schulmensen verliehen

Zweimal "Gold" und einmal "Silber", so die Ausbeute eines einjährigen Projekts zur Schulverpflegung des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Die AG-Schulverpflegung der Hochschule Niederrhein hat zweimal ihre höchste Auszeichnung, die drei Kochmützen, für die neuen Verpflegungsangebote in der Gesamtschule Niederwalgern vergeben.
Auch für die zweite Gesamtschule in Gladenbach hat es trotz älterer Räume und Ausstattung noch für zwei Kochmützen gereicht. Vor dieser Abschlussbewertung hat der bundesweit bekannte Ernährungswissenschaftler Professor Dr. Volker Peinelt über ein Jahr die beiden Schulen von Beginn an wissenschaftlich begleitet:
Das Verpflegungsangebot wurde in allen technischen und organisatorischen Details der Speisenherstellung, Zwischenbehandlung bis hin zur Ausgabe einer besonders kritischen Analyse unterzogen, wobei immer wieder Optimierungsempfehlungen gegeben wurden.

Aufgrund eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses konnten letztlich alle Teilbereiche der Schulverpflegung so gut zertifiziert werden. Die Untersuchung wurde von Mensagruppen begleitet, in denen u.a. Lehrkräfte, Schulelternbeiräte, Schüler, Essensanbieter und der Landkreis vertreten waren.

Gute Noten gab es neben der geschmacklichen Qualität auch für die Hygiene und das gesamte Handling der Speisen in den Schulen. Doch nicht nur die gute Vitaminversorgung ist von Bedeutung, sondern auch eine hohe Abwechslung und überhaupt die Akzeptanz im Speiseplan. Diese wurden daher mitgeprüft. Die Ergebnisse zeigen, dass auch in der Schulverpflegung mit dem richtigen Konzept und engagierten Partnern ein hoher Qualitätsstandard möglich ist. „Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass im Landkreis Marburg-Biedenkopf eines der besten Schulverpflegungs-angebote Deutschlands besteht." Professor Peinelt. „Das Besondere hierbei ist das Verpflegungssystem, wobei die schonend zubereiteten Speisen von einer Zentralküche im gekühlten Zustandangeliefert und erst unmittelbar vor der Ausgabe erhitzt werden. Dieses System nennt man auch ‘Cook and Chill‘. Durch die dadurch möglichen kurzen Heißhaltezeiten wird die Speisenqualität sehr gut erhalten und ist mit der sog. ‘Frischküche‘‚ durchaus vergleichbar", so der Ernährungswissenschaftler weiter.

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