Kostenspielraum, bitte!

Konstanz, Abbau oder Anstieg? Wie sieht es im Jahr 2000 mit der Personalrelation aus und vor allem, welche Prognose stellen die GV-Experten für 2001 an? Hier unterscheiden sich im Hinblick auf die Bewegung in Prozentpunkten die Kliniken massiv von der Betriebs- und Campus-Gastronomie. Letztere berichten von einem Personalanstieg, der extrem schwach mit 2,7 Prozent im ersten Halbjahr 2000 beginnt, im zweiten Halbjahr um 8,1 Punkte auf 10,8 Prozent anwächst und fürs Jahr 2001 auf den Prognosewert 23,3 Prozent geht. Ansonsten liegt die Einschätzung der Personalentwicklung mit 51,4 Prozent bei 'Abbau' im ersten Halbjahr, mit 48,7 Prozent bei 'Konstanz' im zweiten Halbjahr und mit 46,7 Prozent erneut bei 'Abbau' in 2001. In den Kliniken besteht insgesamt eine gleichmäßigere Verteilung der Prozentwerte; der Schwerpunkt liegt mit rund 60,0 Prozent bei der Personalkonstanz, alleine im Personalabbau herrscht die stärkste Rotation: 19,0 Prozent deklarierten im ersten Halbjahr 2000 ein Absinken der Personalzahlen, im zweiten Halbjahr bestätigen diesen Trend 30,0 Prozent und die Prognose für 2001 sieht in 26,3 Prozent der Wirtschaftsbetriebe im Care-Segment einen Personalabbau vor. Wünsche 2001
  • Qualität beibehalten können 16,0 %
  • Investitionsbereitschaft; zur Qualitätsverbesserung/ Umbau/Techniksanierung 12,9 %
  • Umsatzwachstum/DB-Anstieg 9,7 %
  • zufriedene Gäste 8,1 %
  • Fortbestand der Eigenregie 6,5 %
  • gleichbleibende Kostensituation 6,5 %
  • klare Strukturen, um Ruhe für Veränderungen zu haben 6,5 %
  • bessere externe Geschäfte, Service GmbH realisieren 6,5 %
  • bessere menschliche Bedingungen für Mitarbeiter 6,5 %
  • mehr Freiheiten für den gastronomischen Part 4,8 %
  • qualifiziertes Personal finden 4,8 %
"Ich wünsche mir, dass die AG die Mitarbeiterverpflegung als Teil der Unternehmenskultur sieht und sie entsprechend bewertet."
Eigenregiebetrieb mit 7.200 Essen/Tag "Ich wünsche mir Wachstum für das Unternehmen in Geschäftsfeldern, die eine gute Rendite versprechen und den Einsatz zusätzlicher Mitarbeiter erfordern."
Eigenregiebetrieb mit 3.000 Essen/Tag "Eine gesunde Einstellung, dass die Verpflegung Motivationsfaktor, Leistungs- und Gesunderhaltung ist, wäre wünschenswert. Und nicht bloß ein störender Kostenfaktor, der ständig reduziert werden muss."
Eigenregiebetrieb mit 10.500 Essen/Tag "Mein Wunsch: Ökologie und Ökonomie in Einklang bringen. Damit Lebensmittel nicht hunderte Kilometer weit transportiert werden müssen, sondern die Anbieter der Region gestärkt werden."
Studentenwerk mit 5.000 Essen/Tag "Für 2001: Mehr Kostenspielraum bei den Personalkosten um die Mitarbeiter für positivere und aktivere Mitarbeit belohnen zu können."
Klinikum mit 200 Essen/Tag (hmj)



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