Kultur-Fans erstürmen New Yorks Gastronomie

Bereits am ersten Wochenende von Christo und Jean-Claude Gates-Projekt im Central Park wurde von den Besuchern alles erstürmt, was ess- und trinkbar war. "Es ist die Hölle los, normalerweise habe ich im Februar einen Tagesumsatz von 100 Dollar, doch bis heute Mittag waren es schon über 1000", freute sich Dennis Roman, einer der vielen mobilen Hotdog-Verkäufer im Central Park, über den plötzlichen Umsatzansturm.



Das "Boathouse-Restaurant" mitten im Park hat sonst im Februar kein Abendessen, doch für das Gates-Spektakel wurden die Öffnungszeiten auf die Sommerhochsaison umgestellt. "Mittags wartet man derzeit etwa zwei Stunden auf einen Tisch", sagt dessen General-Managerin Fonda Tsironis.



Alle Restaurants in Parknähe berichten von einem für die Jahreszeit ungewöhnlichen Touristenansturm und Umsatzsteigerungen von bis zu 300 Prozent. "Im Februar haben wir normalerweise keine Warteschlangen, aber jetzt ist alles anders", sagt Maggie Fowler, Managerin vom Isabelle an der Upper Westside.



Auch in der Stadt berichten alle Restaurants von vielen Touristen. New Yorks-Bürgermeister Bloomberg rechnet mit Zusatzumsätzen von 80 Mio. Dollar in den zwei Gates-Wochen, was der Stadt 2,5 Mio. Dollar zusätzliche Steuereinnahmen bescheren soll.

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