Neni & Edeka Cramer

LEH-Premiere für Haya Molchos lebensfrohe Gastro-Formel

Das E-Center Cramer in Burgwedel bei Hannover feierte am Freitag die Eröffnung seines Vorkassen-Konzeptes Bäckeristo KaffeeZeit. Prominentester Kooperationspartner: die international top angesagte Marke Neni mit knapp zwei Handvoll Signature Dishes ihrer nahöstlich geprägten World Cuisine. Für das in Wien beheimatete Unternehmen eine Premiere – bis dato zeigte Neni nur im Kühlregal (zwei Feinkostsalate) Flagge im deutschen LEH.

Fast die gesamte Familie Molcho sorgte beim Opening für gute Laune. Neben Haya Molcho (2.v.li.) waren auch drei ihrer vier Söhne angereist: Nuriel (hinter Haya), Ilan und Elior (3. u. 4. v.li.) Hinten links neben Nuriel freut sich Edeka-Händlerin Inga Ali über den gelungenen Start.

Den Anstoß für das Pilotprojekt gab die junge Einzelhändlerin Inga Ali, Mitinhaberin der Wilhelm Cramer GmbH, Burgdorf. Mit acht E-Centern gehört das Familienunternehmen zu den LEH-Lokalmatadoren im Raum Hannover, experimentiert seit einiger Zeit mit viel Herzblut an der Integration von Foodservice-Angeboten. Für das E-Center in Lehrte beispielsweise entwickelte Ali in Eigenregie das Format Bäckeristo KaffeeZeit als einladenden Rückzugsort in der Vorkassenzone. Das Angebot reicht von verschiedenen Frühstücksalternativen über Snacks (Fleischkäse, Currywurst) bis hin zu frisch zubereiteten warmen Mahlzeiten (Pasta, Quetsch-Kartoffeln).

Bei den Planungen für die Neugestaltung des Vorkassenbereichs im E-Center Burgwedel lernte Inga Ali vor einigen Monaten im Hamburger 25hours Hotel Altes Hafenamt die Gastronomin Haya Molcho kennen und war aus dem Stand begeistert von deren Lebensfreude, ihrer Kreativität und den ausstrahlungsstarken, opulenten Food-Inszenierungen des dortigen Neni-Restaurants. Die Österreicherin wiederum ließ sich ohne viel Federlesens gewinnen für die Idee, Neni-Food und -Feeling in ein Supermarktambiente zu transportieren. Keine ganz einfache Aufgabe. Aber absolut auf der Höhe der Zeit, testet doch der Einzelhandel landauf, landab Optionen, wie sich durch Gastro-Module mehr Leben, mehr Atmosphäre und damit letztlich mehr Frequenz in seine Läden holen lässt.

Anderthalb Monate tüftelte man in Burgwedel und Wien an operativen Details wie Sortiment und Tresengestaltung, schickte den eigens angeheuerten Koch zur Schulung ins Neni-Headquarter. „Wir mussten uns erst einmal an die Philosophie herantasten!“ Am rund 14 m langen SB-Counter findet sich nun das Neni-Programm in der Mitte zwischen Backwaren ('Brotkultur'), Speiseeis von Giovanni L und Kaffeespezialitäten der Hannoverschen Kaffeemanufaktur. Sieben vor Ort hergestellte Gerichte stehen zur Auswahl, preislich in der Spannbreite von 5,50 € (Süßkartoffel aus dem Ofen) bis 11,50 € (Jerusalem Teller). Dazwischen rangieren Pulled Lamm Salat (10,50 €), Hamshuka (9,50 €), Couscous Salat (8,50 €), Gerösteter Karfiol (= Blumenkohl, 6,50 €), und Dreierlei Humus (6 €). Der Sitzbereich zählt 50 Plätze auf gut 100 qm. Hinzu kommen zwei Pita-Alternativen als Take-away-Offerten (4,50 €).

Der Standort im Speckgürtel der Landeshauptstadt Hannover biete ideale Rahmenbedingungen für das Projekt, zähle doch Burgwedel zu den angesagten Wohngegenden für eine gut situierte, weltoffene Klientel, so Alis Überzeugung. „Den Edeka-Werbeslogan 'Wir lieben Lebensmittel' auch auf der Fläche kreativ zu inszenieren, das ist unser Ziel.“ Vorerst soll das Konzept nicht multipliziert werden. Allerdings sei es durchaus denkbar, Neni in den für 2019 geplanten neuen Cramer-Lebensmittelmarkt in Celle zu integrieren.

www.cramer-edeka.de

www.neni.at





stats