Shopping Center

Lago in Konstanz die Nr. 1 aus Mietersicht

Das Lago in Konstanz ist aus Mietersicht das beste Einkaufszentrum Deutschlands. Auf Platz zwei folgt der Vorjahressieger, das Südring-Center in Paderborn. Auf Platz drei liegen gleichauf das Hanse-Center in Bentwisch (Mecklenburg-Vorpommern), der Elisen Park in Greifswald und der Strelapark in Stralsund. Das ist das Ergebnis des Shopping Center Performance Reports (SCPR) 2017 von ecostra, Textilwirtschaft und Immobilien Zeitung (beide dfv Mediengruppe). Den besten Foodcourt hat aus Sicht der Mieter das Centro Oberhausen.
Spitzenreiter Lago, bereits zum 4. Mal seit 2011 ganz vorne, profitiert vor allem von der Nähe zur Schweizer Grenze, genauso wie das in diesem Jahr auf Platz 7 gelandete Rhein-Center in Weil am Rhein. Auf den letzten Plätzen im Gesamtranking sind die Aachen Arkaden (Rang 260), die Königsgalerie in Duisburg und die Postgalerie in Speyer gelandet.

Beim SCPR benoten Filialunternehmen aus Handel und Gastronomie per Schulnotensystem (1 bis 5) ihre Zufriedenheit mit dem wirtschaftlichen Erfolg ihrer Läden in deutschen Einkaufszentren.

Erstmals wurde beim SCPR nach dem besten Foodcourt in einem deutschen Einkaufszentrum gefragt. Klarer Sieger ist das Centro Oberhausen mit 29,6 % der Stimmen. Es folgen das Minto in Mönchengladbach (20,4 %) und das Skyline Plaza in Frankfurt (16,7 %). Das 2013 an der Frankfurter Messe eröffnete Einkaufszentrum erhält ansonsten von seinen Mietern keine allzu guten Noten (3,67). Das gastronomische Angebot wird von 80 % der Umfrageteilnehmer als bedeutend oder sehr bedeutend für ein Shoppingcenter eingestuft.

Als kompetentester Betreiber von Einkaufszentren geht aus der Umfrage zum zweiten Mal in Folge das norddeutsche Handels- und Immobilienunternehmen Citti hervor. Es managt sechs Einkaufszentren in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Auf dem zweiten Platz des sogenannten Betreiber-Rankings landet ECE, das größte Centermanagement-Unternehmen in Deutschland mit rund 150 Einkaufszentren im Betrieb.

Der SCPR 2017 spiegelt auch eine der größten Herausforderungen des stationären Einzelhandels wider: der Rückgang der Kundenfrequenzen. Bereits 2016 gaben insgesamt 54 % der Befragten an, dass die Frequenz abgenommen (39 %) bzw. stark abgenommen (15 %) hat. Das Problem hat sich in diesem Jahr noch verschärft. Jetzt geben insgesamt 63 % Frequenzrückgänge an, 17 % sogar starke.

Interessant: Der Handel erteilt vor allem Shopping-Centern außerhalb der Innenstädte gute Noten. Unter den besten 50 befinden sich nur zehn in Stadtzentren, darunter das Mercado in Hamburg (10), das Marktplatz-Center in Neubrandenburg (14) und die Schloss-Arkaden in Braunschweig (29).

Der Shoppingcenter Performance Report wurde 2011 vom Wiesbadener Beratungsunternehmen ecostra initiiert. Die Textilwirtschaft und die Immobilien Zeitung sind Medienpartner. Der jährlich erstellte Report misst als einzige Studie die wirtschaftliche Zufriedenheit der Mieter in den Centern. Die Mieter können ihre Läden in 400 deutschen Einkaufszentren mit mehr als 10.000 qm Geschäftsfläche bewerten. In die Wertung kommen nur Center, denen mindestens fünf Mieter eine Note geben. 2017 waren das 260. Die Mieter selbst müssen in mindestens drei der 400 Center vertreten sein, um am SCPR teilnehmen zu können. An der Umfrage haben sich über 100 Filialisten unterschiedlicher Handels- und Dienstleistungsbereiche beteiligt, die für insgesamt mehrere tausend Zweigstellen stehen.

Der 150 Seiten starke Shoppingcenter Performance Report 2017 erscheint Anfang Oktober in gedruckter Form und kann ab sofort unter www.iz-shop.de vorbestellt werden.

www.dfv.de




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