Le Méridien plant Hotel am Frankfurter Flughafen

Das Airrail Center auf dem ICE-Fernbahnhof am Frankfurter Flughafen hat einen neuen Hotelmieter: Le Méridien, London, plant im Sommer 2005 auf der sogenannten "Platte" die Eröffnung eines 680-Zimmer-Hotels. In dem neungeschossigen futuristischen Gebäudekomplex, der von dem Investorenkonsortium Airrail Center Frankfurt Verwaltungsgesellschaft, Deisenhofen, entwickelt wird, sollte ursprünglich der französische Hotelkonzern Accor mit zwei Hotels einziehen. Nun hat die Hotelgruppe Le Méridien, die im Mai 2001 von der japanischen Investmentgruppe Nomura International plc übernommen wurde, einen 30-jährigen Mietvertrag für das geplante Airporthotel im östlichen Gebäudeteil unterzeichnet. "Wir wollten unbedingt an diesen Standort und werden mit dem Art + Tech-Design das Hotel zu dem besten internationalen Airporthotel machen", erklärte Juergen Bartels, CEO der Hotelgruppe. Neben 680 Zimmern und Suiten soll das Fünf-Sterne-Hotel über einen 1.200 qm großen Konferenzbereich, einen 540 qm großen Konferenzsaal sowie einen 400 qm großen Fitnessbereich verfügen. Entwickelt wird das Megaprojekt von Bilfinger + Berger Projektentwicklung GmbH, Frankfurt, der IVG Service GmbH, Bonn, mit deren Tochtergesellschaft Tercon Immobilien Projektentwicklungs GmbH, München, sowie von der Adler Real Estate AG, Frankfurt, die zu jeweils einem Drittel an der Airrail Projektgesellschaft beteiligt sind. Während der Projektentwicklung hatte es erhebliche Probleme mit der Statik, dem Brandschutz und der Entrauchung des Bahnhofes gegeben. Die Frankfurter Architekten J.S.K. International Architekten und Ingenieure GmbH haben nun eine modifizierte Projektplanung vorgestellt. Ein dementsprechender überarbeiteter Bauantrag wurde im September vergangenen Jahres eingereicht. Seit der ersten Präsentation des Projekts sind die Kosten für das Vorhaben deutlich angestiegen. "Nachdem das Projekt rund 30 Prozent teurer geworden ist, wurde es erneut auf den Prüfstein gestellt", erklärte Dr. Dierk Ernst, Geschäftsführender Gesellschafter der Tercon und Sprecher der Airrail Center GmbH. Mittlerweile wird das Investitionsvolumen des "spektakulärsten Immobilienprojekts in Europa" mit rund einer Mrd. DM beziffert. Damit sind auch die Pachtvorstellungen der Investoren gestiegen. "Wir hatten mit Accor eine Vertragsklausel, die uns ein gegenseitiges Rücktrittsrecht vorbehielt", so Ernst. Das modifizierte Projekt sieht den Erhalt der bestehenden Bahnhofsglaskuppel vor. "Damit sind die Probleme mit der Statik und dem Brandschutz gelöst und wir erwarten die erste Teilbaugenehmigung im Herbst diesen Jahres", so Ernst. Auch die ursprünglich vorgesehene Flächenverteilung des 660 Meter langen und 45 Meter hohen Airrail Centers wurde verändert. In dem multifunktionalen Gebäudekomplex wird es nicht wie angekündigt ein Medical Care Center geben, die geplanten Flächen für Büros werden knapp 74.000 qm und für Einzelhandel und Gastronomie jeweils rund 2.500 qm betragen. Le Méridien mit gegenwärtig 144 Hotels weltweit expandiert derzeit kräftig: Nachdem im März 2002 das Le Méridien in München seine Pforten öffnete, sollen allein in diesem Jahr acht weitere Häuser eröffnet werden. In Deutschland ist ein Royal Méridien in Hamburg für 2003 geplant. Außerdem bestehen für ein 424-Zimmer-Hotel in Berlin konkrete Pläne.



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