Börsengang

Lieferando schießt Delivery Hero vor den Bug

Nach Informationen des manager-magazin.de will Lieferando kurz vor Börsengang seines Konkurrenten Delivery Hero eine einstweilige Verfügung gegen diesen erwirkt haben. Das könnte den Aktienkurs des Bestelldienstes beeinflussen – oder nicht.
 
Der Stein des Anstoßes ist: Delivery Hero dürfe nicht behaupten, „in Deutschland die Position Nr. 1 einzunehmen“. Damit legt Lieferando den Finger auf die Wunde – beide Unternehmen behaupten jeweils, in Deutschland die Pole Position innezuhaben. Gerade bei der Delivery-Hero-Gruppe, zu der etwa Lieferheld, Pizza.de oder Foodora gehören, läuft es hierzulande in jüngerer Vergangenheit insgesamt nicht so rund. Genau jetzt genau das Thema der Marktführerschaft laut anzuzweifeln, könnte den Aktienkurs der Börsenfrischlinge beinträchtigen, wenn sich die Investoren davon beeindrucken lassen.
 
In der Zeichnungsphase jedenfalls waren diese nahezu euphorisch, was zu einer dreifachen Überzeichnung geführt hat. Bei einem Ausgabepreis von 25,50 € wäre die Delivery-Hero-Gruppe mit 4,4 Mrd. € bewertet, was um einiges mehr ist, als sich ihr Chef Niklas Östberg hätte träumen lassen. Er wird gegen die einstweilige Verfügung vorgehen – die Broschüre mit dem Slogan soll jedoch anscheinend schon eingestampft sein.
 
 
 
www.deliveryhero.com
www.lieferando.de







stats