Lindner Hotels AG pachtet Binshof in Speyer

Ab dem 1.7.2001 betreibt die Düsseldorfer Hotelgruppe Lindner den Binshof in Speyer. Ein entsprechender Pachtvertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren wurde zwischen der Lindner Hotels AG und dem Hotel-Eigner, der Westdeutschen Immobilien Projekt Management GmbH, Düsseldorf, einer Tochter der Westdeutschen ImmobilienBank In Mainz, geschlossen. Das Resorthotel wurde nach dem Konkurs des Eigentümers Rolf Ramsteiner - er hatte in das 68 Zimmer-Hotel 110 Mio. DM investiert - 1998 von der Hauptgläubigerin, der Sparkasse Mannheim, übernommen. Seit 1998 stand der Binshof unter der Management der Bierwirth & Partner Hotel Management Services GmbH, Rüsselsheim. Ende 2000 ersteigerte eine Tochter der Westdeutschen ImmobilienBank die Binshof-Immobilie samt Inneneinrichtung und zugehörigem Grundstück für 16,78 Mio. DM. Wie verlautete entsprach der Verkaufspreis rund 51 Prozent des damals geschätzten Verkehrswertes von 33,5 Mio. DM. Das 68-Zimmer-Haus der Fünf-Sterne-Kategorie mit einer 4.500 qm großen Therme ist nun das sechste Ferienhotel der Lindner-Gruppe, die auch die bestehenden Arbeitsverträge der 128 Mitarbeiter übernimmt. Im ersten Halbjahr 2001 erwirtschaftete der Binshof eine Zimmerauslastung von 80 Prozent und einen Umsatz von 6,5 Mio. DM netto. Neuer Direktor des Lindner Hotel & Therme Binshof wird Helmut Gräßle. "Mit der Übernahme des Binshofes setzen wir unsere Nischenstrategie konsequent weiter fort", kommentierte Otto Lindner jun., Vorstand der Lindner Hotels, die Vertragsunterzeichnung. Ziel der Hoteleigner war es, einen Langzeitpächter zu finden, der auch in der Lage ist, die Immobilie zu übernehmen. Lindner-Vorstand Andreas Krökel sieht in der Übernahme einen weiteren wichtigen Schritt, den Anteil touristisch motivierter Übernachtungen, der bei Lindner derzeit 16 Prozent beträgt, zu erhöhen. Mit elf Hotels, vier Boardinghouses und einem Multimedia-Center in Deutschland und der Schweiz erwirtschaftete die Lindner Hotels AG im vergangenen Jahr einen Umsatz von 60,2 Mio. Euro (117,7 Mio. DM).

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