Mayfair (G. & D. Herz) steigt bei Vapiano ein

Mayfair beteiligt sich mit knapp 40 % an der Vapiano Gruppe. Die News aus Bonn bzw. Hamburg kommt überraschend und ist weitreichend. Damit gibt es im Gesellschaftergefüge des Systemgastronomie-Unternehmens neben Mitbegründer Gregor Gerlach und der Unternehmerfamilie Sander wieder eine weitere, sehr gewichtige Größe.

Mayfair beabsichtigt mit ihrem Investment insbesondere die Expansion weiter zu beschleunigen und das Konzept weltweit auszurollen. So die Botschaft - Freitagnacht beim Vapiano-Sommerfest in Bonn mündlich verkündet und heute schriftlich bestätigt.
Gleichzeitig hat die Vapiano SE Gregor Gerlach (siehe Bild) zum Vorstandsvorsitzenden ernannt. Unter seiner Führung soll die Marke, heißt es, international noch stärker etabliert werden. Auch soll die Vapiano SE als eine global einheitlich geführte Gruppe aufgestellt werden. Er: „Ich freue mich, unseren Gesellschafterkreis mit Mayfair um einen dritten, langfristig orientierten und finanzstarken Partner zu ergänzen.“

An stehe die Integration des USA-Geschäfts in die Gruppe. Überhaupt soll der internationale Bereich zukünftig eine deutlich höhere Bedeutung innerhalb des Konzerns erlangen.

Jochen Sander: „Wir teilen eine gemeinsame Vision für die Gruppe.“

Der neue Gesellschafter Günter Herz: „Wir sind stolz, ein solches Unternehmen zu begleiten und haben hohe Erwartungen an die weitere langfristige Entwicklung.“ Die Familien von Günter und Daniela Herz (Vermögensverwaltung Mayfair) haben sich mit 40 % hoch beteiligt – keine Infos über die neuen Beteiligungsverhältnisse insgesamt und keine Infos über den Kaufpreis.

Günter Herz ist der ältestes Sohn des 1965 verstorbenen Tchibo-Gründers Max Herz. Die Vermögensverwaltung von ihm und Daniela Herz, 2002 gegründet, hat bislang zwei wesentliche Investments vorgenommen: die Beteiligung an der Puma AG sowie der Kauf der Germanischen Lloyd AG. Ziel der Familien-Holding sind Schwerpunkt-Investments bei Konsumgütern, im Einzelhandel sowie im Dienstleistungssektor.

Zurück zu Vapiano: Erst am 25. März 2011 gab’s eine hochgradig geänderte Eigentümerstruktur: Damals übernahm die VAP Leipzig GmbH & Co. KG, vertreten durch Gregor Gerlach, die haushohe Mehrheit an Vapiano. Die langjährigen Gesellschafter Kent Hahne, Klaus Rader und Friedemann Findeis veräußerten ihre Anteile. Das Ehepaar Sander befindet sich seit einer Kapitalerhöhung im Frühjahr 2009 als Investor mit im Boot.
Mega viel Wirbel und Wechsel für die Gesellschaft und ihr Vorzeige-Konzept in nur wenigen Monaten. Beide Gesellschafter-Neustrukturierungen im März und jetzt im Juni kamen in Tempo und Tragweite für Mitarbeiter, Manager und Branchenöffentlichkeit völlig überraschend.

2010 erzielte Vapiano in Deutschland
103,5 Mio. € Nettoumsatz (+ 29,4 %). Weltweit lagen die Erlöse bei 172,5 Mio. € (+ 42,8 %). Das Konzept wird branchenweit als Benchmark im jungen Feld von Fast Casual gesehen. Seine Erfolge in den letzten Jahren waren überragend.

Vapiano zählt aktuell über 95 Restaurants in 23 Ländern. Die jüngste Eröffnung fand in Helsinki statt. Atemberaubender Start in Finnland (siehe Bild oben).

www.vapiano.com



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