McDonald’s startet Anti-Abfall-Offensive in Köln

Verantwortliche von McDonald’s Deutschland haben gestern in Köln die neue Initiative gegen achtloses Wegwerfen von Abfall unter dem Motto ’Gib Müll eine Abfuhr’ vorgestellt. „Das Thema Sauberkeit in Deutschlands Städten sowie in der direkten Umgebung unserer Restaurants liegt uns sehr am Herzen“, betonte Holger Beeck, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des QSR-Marktführers. In Köln verwirklicht man das Vorhaben im Rahmen eines Public-Private-Partnership-Projektes zwischen den Abfallwirtschaftsbetrieben (AWB), der Stadt Köln sowie den Kölner Franchisenehmern erstmals auf großstädtischer Ebene.

Hintergrund der Offensive ist eine repräsentative Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die gerade Jugendliche und junge Erwachsene als Hauptverursacher des so genannten ’Litterings’ ausmacht – des achtlosen Wegwerfens von Müll. Hier wolle man ansetzen und mittels Spots, Printmitteln und Werbematerialien in den Restaurants sowie zielgruppengerechten Aktionen auf Videoportalen und in sozialen Netzwerken des Internets das Bewusstsein für die richtige Entsorgung schärfen, sagte Unternehmenssprecher Matthias Mehlen. „Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit Spaß.“
Das Unternehmen selbst will dabei Vorbild sein. In Schulungen werden McDonald’s Mitarbeiter für aktives Vorgehen gegen Abfall und optimiertes Wertstoffmanagement sensibilisiert. Öffentlich sichtbar gemacht wird ihr Einsatz für Sauberkeit seit jeher in mehrmals täglichen Anti-Abfall Patrouillen im Außenbereich der Restaurants, deren Radius rund um die 24 Kölner Betriebe fortan vergrößert werden soll. Zudem wurden spezielle Abfallsammelwagen, Abfallzangen sowie Outfits in McDonald’s-Look geordert. „Der Erstbestellwert in Höhe von 500.000 Euro zeigt die Bedeutung, die das Thema für alle Beteiligten hat“, sagte Beeck. An zehn zentralen Standorten wie dem Kölner Hauptbahnhof oder dem Rudolfplatz verstärke man das Augenmerk besonders – und kooperiere dabei pro optimale zeitliche Verteilung der Schichten mit den AWB. Verpackungen sollen aus dem Landschaftsbild verschwinden. „Eine saubere Stadt ist den Kölnern wichtig, daher ist das Engagement von McDonald’s und seinen Franchisenehmern vorbildhaft“, sagte der Kölner Bürgermeister Manfred Wolf.

Das Wertstoffmanagement des QSR-Riesen geht zurück bis in die 1980er Jahre. Seitdem bildet der nachhaltige Umgang mit Ressourcen die Grundlage für alle Prozesse in und um die Restaurants, so auch für die Verpackungsentwicklung. „In den Restaurants haben wir bereits eine Recyclingquote von 90 Prozent erreicht“, so Beeck. „Wir werden uns nun noch stärker darauf fokussieren, Verpackungen im Restaurantumfeld zu minimieren. Damit tragen wir zum einen positiv zum Stadtbild bei, zum anderen gehen damit mehr Rohstoffe zurück in den Wertstoffkreislauf.“ Bei rein rechnerisch 2.000 durchschnittlichen Gästen pro Tag und Restaurant und hoher Take away-Quote – 948 der 1.361 deutschen Betriebe bieten einen McDrive – ein wichtiger Ansatz.

Das Projekt wird mit einer Studie der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen begleitet. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zur Verbesserung des Abfallmanagements in anderen Kommunen genutzt werden.

www.mcdonalds.de

Redaktion food-service/Katrin Schendekehl

stats