Schulverpflegung

Minister zeigen Flagge beim Bundeskongress

Bundesernährungsminister Christian Schmidt hat eine neue Qualitätsoffensive für ein gesundes Schulessen ausgerufen und eindringlich für eine gemeinsame Strategie von Bund, Ländern, Kommunen und Schulen geworben.

„Vieles hat sich in den letzten Jahren verbessert. Aber unser Ziel muss es sein, dass Deutschland bei der Schulver-pflegung im positiven Sinne ein Streber wird und bundes-weit Bestnoten erzielt. Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder in der Schule etwas Vernünftiges zu essen bekommen“, äußerte sich Schmidt anlässlich der Eröffnung des Bundeskongresses Schulverpflegung in Berlin. Vorrangig gelte es, verbindliche Qualitätsstandards in den Ausschreibungen zu verankern und Mechanismen zur Qualitätskontrolle zu etablieren. 

Impulse und Handlungsempfehlungen für die Zukunft

Über 300 Teilnehmer aus Politik, Bildung, Wissenschaft, Schulverwaltung,
Schulverpfleger und Caterer, Ernährungs- und Gesundheitsexperten, Schulleiter,
Lehrer, Vertreter der Eltern und Schülerschaft sowie Medienvertreter waren in Berlin
zusammengekommen, um Ideen, Impulse und Handlungsempfehlungen für die Zukunft der Schulverpflegung zu präsentieren und zu diskutieren. Auch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe nahm an der Veranstaltung teil und richtete ein Grußwort an die Teilnehmer.
Immer mehr Kinder und Jugendliche verbringen über viele Jahre hinweg den längsten Teil des Tages in der Schule. Aufgrund dieser Entwicklung kommt einer ausgewogenen Verpflegung und einer fundierten Ernährungsbildung an Schulen eine immer größere Bedeutung zu. 

Fünf Handlungsfelder definiert

Eine aktuelle Studie zum Schulessen zeigt ein sehr differenziertes Bild der Verpflegungssituation in den Schulen. Vieles habe sich in den letzten Jahren verbessert, resümiert Professor Ulrike Arens-Azevedo von der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften, die im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft bundesweite Schulleitungen, Schulträger sowie Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Schulformen befragt hat: „Die Vielfalt des Angebots und die Qualität des Schulessens können häufig noch deutlich verbessert werden“.

Auf der Grundlage der Untersuchung wurden fünf Handlungsfelder für die Verbesserung der Schulverpflegung formuliert: 1. Verbindlicher Qualitätsstandard 2. Ernährungs-TÜV für Anbieter von Schulessen 3. Schulverpflegung in die Verantwortung der Schulleiter 4. Feste Verankerung der Vernetzungsstellen als Beratungsstellen für Schulträger, Schulen und Verpflegungsanbieter 5. Stärkere Einbindung der Schüler und Schülerinnen. Dazu will das BMEL einen Wettbewerb ausloben und gute Ideen und Beispiele prämieren, die zur Nachahmung anregen.

www.bundeskongress-schulverpflegung.de
www.in-form.de




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