gv-praxis Marktforschung

Mit viel Tatendrang ins neue Jahr

Auch in diesem Jahr hat die gv-praxis in einer Blitzumfrage ihre Leser um ein kurzes Statement zum Jahresende gebeten. Vor allem interessierten wir uns für die Erwartungen an das Jahr 2004. Was kommt in den nächsten zwölf Monaten auf uns zu und wie sehen die Reaktionen der Branche aus. Eindeutigste Aussage der 50 Befragten: Die Zuschüsse der Unternehmen werden sich vor allem beim Mittagessen weiter reduzieren. Knapp 40 Prozent prognostizieren eine Minimierung; mit dem Erhalt des Status-quo rechnet rund die Hälfte und weniger als zehn Prozent gehen von einer Erhöhung der Zuschüsse im nächsten Jahr aus. Mit dieser Entwicklung unmittelbar verbunden - die Abgabenpreise. Nur für 16 Prozent unserer Befragten ist deren Erhöhung im nächsten Jahr unumgänglich. Das Gros (80 Prozent) jedoch rechnet mit einem gleich bleibenden Abgabenpreis für ein Mittagessen, denn vielfach ist die Schmerzgrenze bei Gästen schon erreicht. Bezogen auf die durchschnittlichen Ausgaben eines Gastes im Betriebsrestaurant bedeutet dies eine Steigerung von zirka -,10 € pro Ø-Bon – 2003: 3,- ; 2004: 3,10,- €.


Aber natürlich stehen auch die für das Jahre 2003 akuten Themen wie Personalabbau, Rationalisierung und Zentralisierung weiterhin auf der Tagesordnung. Sie werden uns angesichts Konjunkturflaute und mickriger Wachstumsprognosen auch im kommenden Jahr begleiten. Fakt ist: Der Strukturwandel ist in vollem Gange - das Szenario:
Zentralisierungstendenzen, Abbau von schwach ausgelasteten oder unrentablen Küchenkapazitäten – und damit auch Arbeitsplätzen, weiterer Druck auf die Einkaufskonditionen durch Marktbündelung, Gründung neuer GmbHs und reichlich ‘Vertragstourismus‘ zwischen Dienstleistern.


Doch mit welchen Strategien wappnen sich die Akteure? Eine Frage, zu der es bei vielen Befragten eigentlich eine einfache aber umso konkretere Antwort gibt: Zusatzgeschäfte generieren, um damit eventuelle Umsatzrückgänge abzufangen. Seien es neue Betriebsfelder wie die Kita- oder Schulverpflegung, das Aufrüsten einer Kaffeebar oder eine noch exaktere Umsetzung eines Verpflegungskonzeptes – die Möglichkeiten sind vielfältig und die Branche bereit.


Mehr Lesen Sie in der aktuellen Dezember-Ausgabe der gv-praxis.

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