DIG

Mitglieder tischen Fleisch vom Strohschwein auf

Fleisch ist Vertrauenssache, sagten sich die Mitglieder des Deutschen Institut für Gemeinschaftsgastronomie (DIG) und zeigen ihren täglich rund. 650.000 Gästen, was eine gemeinsame Initiative anrichten kann: Als Pilotprojekt kommt ab Ende Juli in bayerischen Mitglieds-betrieben nur das Fleisch vom DIG-Strohschwein Bayern auf den Teller.

Der Name Institut ist irritierend, denn beim DIG handelt sich um einen eingetragenen Verein, der die größten unternehmens-eigenen Betriebsgastronomen „in Eigenregie“ berücksichtigt, erklärt Präsident Dr. Stefan Hartmann, der für die Gastronomie der Bayerischen Landes-bank in München verantwortlich ist: „Die enorme Bandbreite reicht von Automobil- und Chemiekonzernen bis zu namhaften Banken und Versicherungen, Medienhäusern sowie Studentenwerken, Kliniken und Seniorenheim-betreibern.“ Rund 12.000 Mitarbeiter arbeiten in der Gastronomie der DIG-Mitglieder und sie erreichen täglich viele Kunden. Dr. Hartmann: „Damit haben wir die Möglichkeit bezüglich des Ernährungs- und Verbraucherverhaltens positive Signale zu setzen.“

Minister Brunner ist DIG-Ehrenmitglied

Seit 2015 ist auch der bayerische Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Manfred Brunner, Ehrenmitglied des DIG. Mit seinen Bayerischen Leitlinien für die Betriebsgastronomie habe er einen wertvollen Beitrag für die Branche geleistet, unterstreicht Hartmann. Brunners Ministerium war Impulsgeber für die Strohschwein-Initiative mit dem Ziel der eigenen Marke „DIG Strohschwein Bayern“.

Dafür definierte ein DIG-Arbeitskreis Qualitätskriterien, die in Hinblick auf Tierwohl und Nachhaltigkeit über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen und die Faktoren Transparenz und Wertschätzung berücksichtigen. Hartmann: „Dafür haben wir uns Partner auf den unterschiedlichen Stufen der Wertschöpfungskette (Mast, Schlachtung, Veredelung) gesucht, die hinter unserem Qualitätsverständnis stehen und dieses mittragen. Diese beziehen sich unter anderem auf

Regionalität. DIG Strohschwein Bayern dient der Förderung der regionalen Landwirtschaft und kleinerer Strukturen – von der Erzeugerseite bis hin zur Verarbeitung. Die „Geprüfte Qualität aus Bayern“ (Siegelgeber ist das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bayern) steht hierfür als Basisqualität.

Fütterung. Wie bereits in der Milchwirtschaft flächendeckend umgesetzt, sollen die Tiere während der Mastperiode ohne genveränderte Futtermittel (GVO) aufgezogen werden (gemäß Vlog-Standard).

Nachhaltigkeit. Um Lebensmittelverluste so gering wie möglich zu halten, soll eine 80-prozentige Verwertung der Schlachtkörper realisiert werden. Das erfordere auch ein Umdenken bei der Angebotsgestaltung der DIG-Betriebe.

Transparenz. Die definierten Kriterien werden auf allen Prozessstufen (Erzeugung, Mast, Schlachtung, Zerlegung, Verarbeitung) qualitätsgesichert und durch eine anerkannte Zertifizierungsstelle überprüft.

Diese definierten Kriterien können erst ein Anfang sein, sind sich die Projektpartner bewusst. Hartmann: „Hier werden auch die Verbraucher bzw. unsere Gäste eine wichtige Rolle spielen. Denn eines ist klar: Mehr Tierwohl und mehr Qualität gibt es nicht zum Nulltarif! Wichtig ist, dass wir unsere Gäste bei diesem Projekt mit auf die Reise nehmen und ihnen den Mehrwert von unserem DIG Strohschwein Bayern vermitteln können.“

www.dig-home.de




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