Mitgliederzuwachs bei der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) gewinnt neue Mitglieder und wächst damit gegen den Trend. Die großen DGB-Gewerkschaften mussten auch 2010 wieder Federn lassen.
Insgesamt 976 neue Mitglieder hat die NGG im vergangenen Jahr gewonnen. Damit waren zum 31. Dezember 2010 insgesamt 205.646 Menschen in der zu den kleineren DGB-Gewerkschaften zählenden Arbeitnehmervertretung organisiert. Das entspricht einem Zuwachs von 0,5 Prozent. Bei den erwerbstätigen Mitgliedern konnte NGG bereits das fünfte Jahr in Folge zulegen. Die Zahl der Neuaufnahmen von jungen Menschen bis 27 Jahre stieg im Jahr 2010 um fünf Prozent, so dass der Anteil junger NGG-Mitglieder jetzt bei 9,8 Prozent liegt.

Die NGG betreibe seit Jahren eine betriebsnahe Tarifpolitik, die auf die Interessen der Beschäftigten zugeschnitten ist, erklärt der für Grundsatzfragen zuständige Klaus Schröter gegenüber der "Frankfurter Rundschau". So gebe es derzeit in den NGG-Branchen 3400 Tarifverträge, die meisten davon seien Abkommen mit einzelnen Unternehmen. Die positive Entwicklung der NGG wird auch darauf zurückgeführt, dass Gewerkschaftschef Franz-Josef Möllenberg einer der ersten Gewerkschafter war, der einen bundesweiten Mindestlohn verlangt hat. In der Diskussion um präkere Beschätigungen steht inzwischen eine Mehrheit der Bundesbürger hinter dieser Forderung. 

www.ngg.net



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