Wuppertaler Institut

Modell für „Speisen-Fußabdruck“ entwickelt

Ein wissenschaftliches Team des Wuppertaler Instituts hat in einem mehrjährigen Prozess eine Methode zur Berechnung des „ökologischen Fußabdruck“ von Nahrung entwickelt, der alle wesentlichen gesundheitlichen und umweltwirksamen Faktoren berücksichtigt. Die Formel wurde beispielhaft auf ausgewählte Mahlzeiten aus der klassischen Mittagsverpflegung angewandt. Vegetarische Speisen schneiden danach deutlich günstiger ab als etwa ein Gericht mit Rinderrouladen.
Als Indikatoren für den gesundheitlichen Wert einer Speisen dienen der Energie- und Salzgehalt, der Anteil an Ballaststoffen und gesättigten Fettsäuren. Als Umweltindikatoren fließen in die Formel ein: der „ökologische Rucksack“ (Ressourcenverbrauch), der CO2-Fußabdruck, der Wasserfußabdruck und der Flächenverbrauch.

„Mit den Ergebnissen kann man Konsumenten und Nahrungsmittelproduzenten sehr anschaulich darstellen, wie unterschiedlich umwelt- und gesundheitsbelastend eine Mahlzeit sein kann", sagt Melanie Lukas, Oecotrophologin im Wuppertaler Forschungsteam. Man habe somit eine belastbare Entscheidungshilfe für das Ernährungsverhalten entwickelt, die potenziell dazu beitragen kann, den Ressourcenverbrauch im Ernährungssektor zu senken und ihn gesünder werden zu lassen, so die Wissenschaftlerin. Die neue Methode wurde im wissenschaftlichen "Journal of Cleaner Production" veröffentlicht.

http://wupperinst.org



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