Modellprojekt zur Kennzeichnung von Regionalprodukten

Das Bundesverbraucherministerium hat den Startschuss für das erste Modellprojekt zur Einführung einer bundesweiten transparenten Regional-Kennzeichnung für Lebensmittel gegeben.

Wer die neue Kennzeichnung verwendet, muss garantieren, dass vor allem die Hauptzutat zu 100 Prozent aus der klar definierten Region stammt. Unter wissenschaftlicher Begleitung wird dieser Ansatz jetzt weiterentwickelt und modellhaft in der Praxis erprobt. Das „Regionalfenster“ soll zukünftig von einem Trägerverein oranisiert werden. Im Rahmen des Projekts will man zunächst ein Prüf- und Sicherungssystem für die Nutzung der Kennzeichnung entwickeln.
Das Ministerium wiell das Regionalfenster zunächst in fünf Modellregionen, unter anderem in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen, in unterschiedlichen Produktpaletten testen. In der Region Allgäu werden beispielsweise Molkereiprodukte im Fokus stehen. Voraussichtlich Anfang 2013 kommen erste Produkte mit der neuen Kennzeichnung in den Modellregionen in die Supermärkte.

Im Rahmen der Internationalen Grünen Woche 2012 hatte Bundesverbraucherministerin Aigner erstmals den Vorschlag für eine freiwillige Regionalkennzeichnung präsentiert. Das Regionalfenster muss Informationen über die Herkunft der primären Zutaten sowie einen Hinweis auf die neutrale Überprüfung dieser Angaben enthalten.

Die primäre Zutat eines verarbeiteten Produktes muss zu 100 Prozent aus der Region kommen. Beträgt die primäre Zutat weniger als 50 Prozent des Gesamtgewichts des Produkts, müssen weitere Zutaten aus der Region stammen, bis mindestens 51 Prozent des Gesamtgewichts erreicht sind. Erforderlich ist eine klare Angabe und Definition der Region: Sie kann sich an Landschaften oder traditionellen Gebieten orientieren, jedoch muss sie anhand von administrativen Grenzen genau festgelegt sein.

www.bmelv.de/Regionalkennzeichnung


 

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