Mövenpick gibt Immobilien ab

Der Schweizer Mövenpick-Konzern wird einmal mehr umstrukturiert. Der Immobilienbestand des Unternehmens soll in eine eigene Aktiengesellschaft ausgelagert werden, teilte man der Presse mit. Die Hauptversammlung am 15. April muss diesen Plänen zustimmen.

Die Münchner Familie von Finck, Großaktionär, könnte dadurch in den Besitz von Mövenpick-Immobilien gelangen. Nach der Abspaltung planten die Hauptaktionäre, den freien Aktionären ein Übernahmeangebot für die Immobilientochter zu unterbreiten, teilte Mövenpick mit. Die Großaktionäre Francois von Finck und Carlton Holding, hinter denen August von Finck steht, verfügen zum ersten Halbjahr 2003 gemeinsam über einen Anteil von 53,7 % des Mövenpick-Kapitals. Die neue Immobilien-Holding soll ihren Sitz am Zuger See haben.

Der Verkehrswert der Company, die neben Immobilien andere, nicht betriebsnotwendige Vermögenswerte umfasst, soll nach vorläufigen Schätzungen zwischen 350 und 450 Mio. Schweizer Franken betragen, heißt es. In der Bilanz 2002 bewertete Mövenpick seine Gebäude und Grundstücke mit 145 Mio. Franken. Der Börsenwert von Mövenpick wiederum betrug Anfang Februar auf der Basis eines Kurses von 650 Franken rund 530 Mio. SFR. Die Aktionäre sollen für jede Mövenpick-Aktie eine Aktie der neuen Gesellschaft erhalten. Die jetzige Gesellschaft werde damit auf die Hotel- und Gastronomiebetriebe sowie auf das Nahrungsmittel- und Weingeschäft reduziert.

Durch die Abspaltung dürften die jeweiligen Bereiche an Wert gewinnen, so ein Analyst. Sie können dann einzeln zwecks neuer Perspektiven betrachtet werden. Dabei, so heißt es, sei der operative Teil weiterhin einem schwierigen Umfeld ausgesetzt.

www.moevenpick-group.com

stats