Frankfurt

Moschmosch-Gründer betreiben Brauhaus im neuen Henninger Turm

Tobias Jäkel und Matthias Schönberger gehen neue gastronomische Wege: Die beiden Gründer der japanischen Nudelbar-Marke Moschmosch bekamen den Zuschlag für das geplante Braugasthaus im Erdgeschoss des Frankfurter Neubauprojekts Henninger Turm. Ihr Konzept: ein klassisches Braugasthaus mit modernen Elementen und Radeberger Bieren.

Mit rund 200 Innen- und 120 Außenplätzen wird das 'Henninger am Turm - Frankfurter Brauhaus' auch das größte Objekt der beiden Gastronomen sein, die neben zwölf Einheiten ihrer Ramen-Bar Moschmosch auch ein mexikanisches Restaurant unter der Marke 'Adelitas' in Heidelberg betreiben. "Das Braugasthaus-Thema reizt uns, weil es in Frankfurt so ein klassisches Braugasthaus eben noch nicht gibt", erklärt Jäkel. "Die Aufgabe wird lauten, das traditionelle Format mit Schwemme, Bar und großem Gastraum in das neue, moderne Umfeld des Henninger Turms zu integrieren."

Gebraut wird nur weniger Meter vom neuen Braugasthaus entfernt in der Binding Brauerei. Hier entstehen auch die Biere der zur Radeberger Gruppe gehörenden Craft-Bier-Linie BraufactuM. "Wir werden das gesamte Portfolio der Radeberger Gruppe anbieten", kündigt Jäkel an. "Vor allem geht es darum, ein Schaufenster für die alte Frankfurter Biermarke Henninger zu sein und sie wieder zum Strahlen zu bringen."

Anders als das im wahrsten Wortsinn 'gehobene' Restaurant an der Spitze des neuen Henninger Turms, das vom Frankfurter Gastronomen Christian Mook betrieben werden wird, will das Frankfurter Brauhaus ein deutliche breiteres Publikum ansprechen. Jäkel: "Damit stehen wir ganz in der Tradition der Brauhausgastronomie, die immer schon ein Treffpunkt für Jedermann war." Egal, ob Sportler aus dem benachbarten Fitnessstudio, Büroarbeiter in der Mittagspause oder die Bewohner der auf dem ehemaligen Brauereigelände entstehenden Henninger Stadtgärten, die sich zum Feierabend-Bier oder Fußballschauen treffen - jeder soll sich wohlfühlen, so Jäkels Wunsch.

Die Grundphilosophie, Einfaches gut zu machen, bestimmt auch die Speisekarte, auf der es neben Brauhaus-Klassikern wie Haxe und Schnitzel auch Pizza und Burger geben wird. "Wir glauben nicht, dass man in einem solchen Konzept unbedingt besonders innovativ sein muss", so Jäkel. Ehrlichkeit und Authentizität zählen mehr.

Das Frankfurter Wahrzeichen Henninger Turm im Stadtteil Sachsenhausen war ursprünglich ein Getreidesilo der Henninger Brauerei mit einem Drehrestaurant an der Spitze. Er wurde 2013 abgerissen und wird seitdem als 140 m hohes Wohnhochhaus neu errichtet. Auf dem benachbarten Gelände  entstehen zusätzlich etwa 800 weitere Wohnungen, Sozialeinrichtungen und ein Einkaufszentrum mit rund 10.000 Quadratmetern Nutzfläche.

Die Eröffnung ist für den Herbst 2017 geplant.

www.moschmosch.de
www.henninger-turm.com



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