München will einheitlichen Verpflegungsstandard an den Schulen

Münchner Kinder und Jugendliche sollen in Zukunft ein vergleichbares qualitativ hochwertiges Mittagessen an ihren Schulen erhalten. Die Stadt erarbeitet derzeit einen Kriterienkatalog für die europaweite Ausschreibung zur Versorgung mit bis zu 30.000 täglichen Schulessen. 
Ziel ist es, für alle Münchner Schülerinnen und Schüler eine Mittagsverpflegung sicherzustellen,  die einem vergleichbaren qualitativen Standard entspricht. Dafür wird flächenweit mittel- bis langfristig auf Cook & Chill gesetzt. Bei den Ganztagsschulen ist dieser Anspruch weitgehend umgesetzt, jetzt stehen Grund-, Förder- und Mittelschulen im Fokus. Der ehrgeizige Zeitplan sieht vor, zum Schuljahr 2012/13 mit der Umstellung zu starten. Dabei soll auch geprüft werden, inwieweit bestehende, vorbildliche Lösungen an einzelnen Schulen beibehalten werden. 

Den Verantwortlichen in der Landeshauptstadt geht es dabei nicht nur um gesundes Essen mit Frischkost und Bioanteil, sondern auch um die Ernährungserziehung. Hier werden nach Aussagen von Ursula Oberhuber, Pressesprecherin beim Münchner Referat für Bildung und Sport, entsprechende Konzepte der Anbieter erwartet. 

Zurzeit gibt es an den Münchner Schulen viele unterschiedliche, kleine Lösungen. Die meisten städtischen Einrichtungen setzen dabei auf Tiefkühlkost mit einem Frischkostanteil von 20 Prozent. Allein für Gymnasien, Berufs- und Realschulen bestehen derzeit Verträge mit 48 unterschiedlichen Pächtern. An 18 der insgesamt 36 Münchner Gymnasien wechselten in den vergangenen Jahren die Mensa-Pächter ein- oder gar mehmals. Meist aus finanziellen Gründen, wie die "Süddeutsche Zeitung" schreibt. Zum Teil beschränkt sich das Angebot auf Semmel und Würstchen. Auch an diesen Standorten soll künftig die warme Mittagsverpflegung selbstverständlich werden. Überall sollen einheitliche Standards für den Anteil von Bio und Frischkost, Flächenbedarf und Hygiene gelten.

Münchner Kinder, die schon jetzt in den Genuss einer Mittagsverpflegung kommen, zahlen dafür zwischen 3 und 4,50 Euro. Für etwa 1.100 Schüler und Schülerinnen, die keine Unterstützung aus dem Bildungspaket der Bundesregierung erhalten aber dennoch als bedürftig gelten, schießt die Stadt einen Euro pro Essen zu. Im städtischen Haushalt sind dafür jährlich rund 530.000 Euro vorgesehen. 




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