Bio-Mentoren

Netzwerk feiert runden Geburtstag

In der Europazentrale von Esprit in Ratingen feierte vor kurzem das Bio-Mentoren-Netzwerk sein 10-jähriges Jubiläum. Gastgeber und Bio-Mentor Martin Friedrich begrüßte dabei nicht nur die alten und neuen Bio-Mentoren, sondern auch langjährige Wegbegleiter der Initiative.

„Uns war es damals ein Anliegen, möglichst viele Kollegen für den Einsatz von Bio-Lebensmitteln in Gastronomie und Großküchen zu sensibilisieren“, sagte Ullrich Langhoff, Bio-Mentor der ersten Stunde, vom Restaurant Lippeschlösschen in Wesel. Vor genau zehn Jahren wurde das Bio-Mentorennetzwerk in Nordrhein-Westfalen aus der Taufe gehoben. Fünf Küchenleiter unterstützten fortan Kollegen beim Angebot von Bio-Speisen. Heute geben bundesweit über 20 Bio-Mentoren ihre Erfahrungen weiter.

In einem Grußwort würdigte die ehemalige nordrhein-westfälische Umweltministerin Bärbel Höhn die Verdienste des Netzwerkes. Damals sei Bio noch ein Nischenthema in der Gemeinschaftsgastronomie gewesen. Das hätte sich auch Dank der Bio-Mentoren geändert, so Höhn. Und statt Politik mit dem Einkaufswagen könnten die Verbraucher heute Politik mit der Kantinenkarte machen.

Netzwerk im Wandel

Dabei hat sich das Bio-Mentorennetzwerk im Laufe der Jahre stetig weiter entwickelt, wie Gründer und Leiter Rainer Roehl vom Beratungsunternehmen a’verdis in Münster deutlich machte. Während es in den ersten fünf Jahren in erster Linie um den erfolgreichen Einsatz von Bio-Lebensmitteln ging, steht heute eine nachhaltige Gastronomie als Ganzes im Fokus. Trotz Tierwohldebatte, Fairtrade und Klimateller bleibe Bio jedoch die Basis für ein nachhaltiges Verpflegungskonzept, betonte Roehl. Dies gelte es, zukünftig noch deutlicher herauszustellen.

Neu im Netzwerk aufgenommen wurden anlässlich des Jubiläums die Bio-Mentoren Kurt Stümpfig von der Linde AG in Pullach bei München, Bernhard Bonfig vom Kölner Versicherungskonzern Talanx, Marianne Becker von der Ev. Akademie in Bad Boll sowie Ludger Busch, Fachlehrer am Berufskolleg Tecklenburger Land in Ibbenbüren.

Die bundesweit über 20 Bio-Mentoren arbeiten ehrenamtlich und repräsentieren durch ihre verschiedenen Funktionen, Betriebstypen und Regionen die gesamte Außer-Haus-Verpflegung in Deutschland. Um Kollegen einen möglichst praxisnahen Einblick in ihre Arbeit zu geben, stellen sie ihre Betriebe für Hospitationen zur Verfügung.

www.biomentoren.de

stats