Ikea

Neuer Look für alle Restaurants

Mit dem Relaunch des Kunden-Restaurants am Standort der Deutschland-Zentrale in Hofheim-Wallau Ende August hat Ikea eine groß angelegte Gastro-Offensive angestoßen, die den Umbau aller Restaurants in den deutschen 50 Möbelhäusern umfasst. Darüber hinaus steht die Weiterentwicklung des Food-Sortiments sowie der Food-Formate auf der Agenda.

Es bewegt sich viel im Food-Segment des schwedischen Möbelriesen Ikea in Deutschland: Bis Ende des Geschäftsjahres 2017 sollen alle Ikea-Restaurants in Deutschland nach den Leitlinien des neuen in der Zentrale in Hofheim erarbeiteten Style Books umgestaltet werden. „Wir wollten mehr Wohlfühl-Atmosphäre einziehen lassen und zugleich die Chance nutzen, unsere Kompetenzen als Heimeinrichter auch an dieser Stelle zu demonstrieren“, sagt die Frau, die für die Bewegung in der Food-Sparte verantwortlich zeichnet, Ikea Food Country Managerin Stavroula Ekoutsidou. Bis zu 1 Mio. € sollen pro Standort in die Umbauten investiert werden, die zum Teil auch die Modernisierung der Küchentechnik beinhalten. 

In Hofheim-Wallau, so zeigt das Feedback der Kunden, hat sich der Einsatz gelohnt. „Danke für das neue Ikea-Restaurant“, das lese sie in diesen Tagen immer häufiger in den sozialen Netzwerken oder in den Antworten, die über die Feedback-Terminals im Haus eingehen, sagt die 39-jährige Managerin. Die Stilmittel, Möbel und Wohnaccessoires, derer man sich in Hofheim bedient hat, sind dabei keineswegs neu und allesamt aus der eigenen Kollektion. „Skandinavisch modern heißt das Grundprinzip: helles Holz, viel Weiß, etwas Schwarz und ein Farbakzent nach Wahl – im Falle des Pilotrestaurants ist es grün – sollen Licht und Leichtigkeit in den Gastraum bringen.“ Raumteiler, verschiedene Ebenen durch Podeste, Stehtische und eine Lounge-Ecke machen aus dem ehemals großen Speisesaal, der eher an eine Kantine erinnerte, einen gemütlicheren Ort.

Die Initiative für die Neugestaltung nahm die Deutsch-Griechin selbst in die Hand. Die Umsätze ließen zwar kaum Grund zur Klage – 7,2 % legte der Food-Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr zu, ca. 6 % waren es auf bestehenden Flächen – doch Ekoutsidou ist Perfektionistin. „So lange nicht jeder Kunde einen Stopp im Restaurant einlegt, gibt es noch etwas zu tun“, sagt sie schmunzelnd. Derzeit kann sie jeden vierten Kunden im Restaurant begrüßen. Zumindest nach gezählten Bons. Doch da in vielen Fällen ein Gast die Gastro-Rechnung für eine Gruppe von mehreren Kunden übernehme, sei davon auszugehen,  dass der Anteil jener Ikea-Besucher, die das Restaurant nutzen, bei etwa 50 % liege.

Freilich ist auch das Thema Sortiment ein zentraler Punkt, wenn es um die Kundenzufriedenheit geht. „Wichtigstes Tool ist bei der Weiterentwicklung des Angebots das Feedback, das wir von unseren Kunden bekommen“, sagt die Food-Verantwortliche.  Ganz klar wurde uns über die sozialen Netzwerke der Bedarf an vegetarischen Angeboten kommuniziert. Als Reaktion führte Ekoutsidou im Frühjahr eine vegetarische Variante des Erfolgsprodukts Köttbullar ein. Die Veggie Balls, Grönsaksbullar, sind mittlerweile unter den drei Top Sellern der Ikea-Restaurants und damit fester Bestandteil des permanenten Sortiments.

Neu ist darüber hinaus ein Café-Format, das der jüngste, erst vor wenigen Wochen in Kaiserslautern eröffnete Standort seinen Kunden bietet. „Das Café ist von allen Verkaufsbereichen aus zugänglich und hat ein ganz eigenes Sortiment. Das Format wird von den Kunden super angenommen“, erklärt die Food Managerin. „Als Riesenerfolg zeichnet sich in Kaiserslautern auch die Verlagerung des Swedish Food Market vor die Kassen ab.“

www.ikea.com/de


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