München

Neuer Rekord bei Bio-Aktionswoche in Betriebsrestaurants

Der BUND Naturschutz (BN) hat Mitte Oktober zum sechsten Mal mit insgesamt 16 Münchner Betriebsrestaurants eine betriebsübergreifende Bio-Aktionswoche organisiert. Dabei wurde ein neuer Rekord aufgestellt: Innerhalb einer Woche gingen 50.000 Bio-Essen über die Tresen.
Erstmals beteiligten sich an der Aktion auch die Mitarbeiterrestaurants der MTU Aero Engines AG und des Bezirks Oberbayern. Beide Unternehmen haben in diesem Jahr mit dem Einsatz von Bio-Lebensmitteln begonnen und sind mittlerweile bio-zertifiziert. Mit von der Partie waren außerdem die Unternehmen: Allianz Deutschland, Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, Kaut-Bullinger, Linde AG, MAN, Bayerischer Landtag, Polizeikantine, Studentenwerk München, Versicherungskammer Bayern, das Krankenhaus Dritter Orden und die HypoVereinsbank.

Auch die drei Kantinen der Landeshauptstadt München führten für die Mitarbeiter im Rathaus eine Bio-Aktionswoche durch. Auf den Speisenkarten der teilnehmenden Betriebsrestaurants standen Kreationen wie Zucchini-Piccata, Falafel und Bio-Lamm aus der Region.

Bio in Betriebsgastronomie machbar

„Mit der Aktionswoche wollen wir zeigen, dass ein Bio-Angebot bei den Mitarbeitern gut ankommt und auch im großen Maßstab funktioniert“, erklärt Koordinatorin Elisabeth Peters von der BN-Projektstelle Ökologisch Essen. Die Bio-Aktionswoche habe deutlich gemacht, dass bei einem angepassten Speiseplan auch in der Betriebsgastronomie ein Bio-Anteil von 20 Prozent und mehr machbar und wirtschaftlich ist.

Während der Aktionswoche hat der BN in den beteiligten Betriebsrestaurants die Gäste über den ökologischen Landbau informiert und kleine Kostproben von Bio-Säften, Tees und Bio-Schokolade verteilt. Der BN berät seit 15 Jahren Großküchen in München bei der Einführung von Bio-Lebensmitteln.

Nur ein Bruchteil der Betriebe bio-zertifiziert

In Deutschland sind von über 240.000 gastronomischen Betrieben gerade einmal 2.500 bio-zertifiziert, was einem Anteil von etwa einem Prozent entspricht. Damit spielen Bio-Lebensmittel in der Außer-Haus-Verpflegung bisher noch eine untergeordnete Rolle, während beim privaten Konsum immerhin 20 Prozent der Bevölkerung regelmäßig zu Bio-Lebensmitteln greifen.

www.oekologisch-essen.de



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