LMIV

Neuer nationaler Entwurf zur Allergenkennzeichnung / Mündliche Auskunft möglich

Ab 13. Dezember 2014 gilt die Lebensmittelinformations-Verordnung (LMIV). Bislang fehlte eine national verbindliche Regelung. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat am 13. November einen zweiten Entwurf zur nationalen Umsetzung der Allergenkennzeichnung bei loser Ware vorgelegt, die sogenannte Vorläufige Lebensmittelinformations-Ergänzungsverordnung (VorlLMIEV). Sie soll möglichst bald in Kraft treten.
Stellungnahmen waren bis zum 18. November möglich. Der Bundesrat hat dem Entwurf bereits zugestimmt. Danach wird die schriftliche obligatorische Allergenkennzeichnung loser Ware gegenüber dem ersten Entwurf vom Juli vereinfacht. Gastronomie und Gemeinschaftsverpfleger haben neben der schriftlichen und elektronischen Information nun auch die Möglichkeit, mündlich Auskunft über die enthaltenden Allergene in Speisen und Getränken zu geben.

Schriftliche Dokumentation obligatorisch

Basis der mündlichen Information muss allerdings eine schriftliche Dokumentation sein. An die Art der Dokumentation sind keine hohen Anforderungen geknüpft; so kann die Dokumentation beispielsweise mithilfe einer Tabelle durch Ankreuzen des betreffenden Allergens erfolgen, das dem abgegebenen Lebensmittel eindeutig zugeordnet werden kann.

Die schriftliche Dokumentation ist sowohl den zuständigen Überwachungsbehörden als auch auf Nachfrage den Verbrauchern leicht zugänglich zu machen. Zudem ist in der Verkaufsstätte, also etwa in dem Restaurant oder in der Mensa, auf die mündliche Information und die Möglichkeit der Einsichtnahme in die schriftliche Dokumentation an gut sichtbarer Stelle und deutlich hinzuweisen.

Keine Pflicht zur Schulung der Mitarbeiter

Der aktuelle Entwurf sieht bislang keine verpflichtende Schulung des Personals in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung zu allergenen Zutaten vor. Dies wird vor allem von der Verbraucherzentrale Bundesverband kritisiert. Inwieweit aufgrund der Stellungnahmen noch Änderungen an dem Entwurf folgen, ist fraglich.

Interessierte finden den aktuellen Entwurf auf der Seite des Bundesministeriums:

http://www.bmel.de




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