SV Group

Noch keine konkreten Pläne mit Insekten-Menüs

Die SV-Group hat Meldungen der Schweizer Boulevard-Zeitung „Blick“ relativiert, wonach das Catering-Unternehmen spätestens 2018 Insekten-Menüs anbieten wolle. Anlass für die Berichterstattung ist die offizielle Zulassung bestimmter Insekten als Nahrungsmittel in der Alpenrepublik.
Die Legalisierung umfasst laut „Tiroler Tageszeitung“ den Mehlwurm, die Grille und die Europäische Wanderheu-schrecke. Diese dürften sowohl ganz als auch in verarbeiteter Form angeboten werden.

Das Schweizer Catering-Unternehmen teilt auf Anfrage der gv-praxis mit, dass man die neuesten Entwicklungen bezüglich Produkten auf Basis von Insekten mit großem Interesse beobachte. „Wir sind momentan dabei, mögliche Produkte und deren Bezugsquellen zu evaluieren, haben aber entgegen der Meldung im Blick noch keine konkreten Pläne wie, wann und wo wir solche Erzeugnisse anbieten werden.“

Falls man sich irgendwann dazu entschließe, Insekten-Spezialitäten“ ins Angebot aufzunehmen, würde dies nur in vereinzelten Personalrestaurants und/oder Mensen geschehen, wo sowohl die Auftraggeber wie auch die Gäste selbst Interesse und Einverständnis zeigten.

2018 sollen Insekten in der EU als Nahrungsmittel zugelassen werden

Bislang seien Insekten offiziell als Lebensmittel noch in Belgien erlaubt, schreibt Max Krämer in einer Veröffentlichung der DLG (Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft). Krämer ist Mitgründer des Startup-Unternehmens Bugfoundation – einem Anbieter von Burgern auf Insektenbasis. Andere europäische Länder wie die Niederlande, Frankreich oder Großbritannien tolerierten essbare Insekten zu großen Teilen auf dem Markt.

Schließlich soll am 1. Januar 2018 die neue Europäische Novel Food Verordnung in Kraft treten, „nach der jede Insektenart erst nach einer intensiven Unbedenklichkeitsprüfung als Lebensmittel zugelassen werden soll. Im Gespräch ist derweil auch eine vereinfachte Zulassung für verschiedene Insektenarten, da sie außerhalb Europas bereits umfangreich ohne gesundheitliche Schwierigkeiten konsumiert werden“.




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