Noch viele Ausbildungsplätze Systemgastronomie

Bis Ende Juli fanden viele Unternehmen für 30 bis 50 Prozent der zur Verfügung stehenden Stellen keine geeigneten Bewerber, so das Ergebnis einer Umfrage der Fachabteilung Systemgastronomie im Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga Bundesverband).

„Trotz Krise ist die Bereitschaft auszubilden in unseren Unternehmen da", betont Thomas Hirschberger, Vorsitzender der Fachabteilung, und ermuntert die Schulabgänger, bei der Berufswahl eine größere Flexibilität zu zeigen.
„Doch, die hohen Ausbildungszahlen aus dem Vorjahr wird die Systemgastronomie wahrscheinlich nicht erreichen", berichtet Hirschberger. „Hauptursache dafür ist nicht die globale Finanz- und Wirtschaftskrise. Es ist die oft mangelnde schulische Vorbildung der Bewerber, die deutlich schlechter ist als in den Vorjahren." Die Bewerber seien häufig nicht ausbildungsreif; das heißt, ihnen fehlten Grundkenntnisse in Deutsch oder Mathematik sowie wichtige soziale Kompetenzen. „Der persönliche Eindruck der Bewerber gerade im Hinblick auf die Motivation lässt leider oft zu wünschen übrig", so das Feedback aus den Ausbildungsunternehmen.

Aber nicht nur die Qualität der Bewerber, auch die reine Anzahl ist vielerorts ein echtes Problem: „Der Rückgang der Schülerzahlen schlägt vor allem in den neuen Bundesländern bereits voll zu Buche", weiß Sandra Warden, Geschäftsführerin der Fachabteilung Systemgastronomie.

Der 1998 eingeführte Ausbildungsberuf zum Fachmann oder zur Fachfrau für Systemgastronomie verzeichnete in den letzten Jahren stets stark steigende Zuwachsraten. Begannen vor zehn Jahren 395 Nachwuchskräfte ihre Ausbildung, starteten 2008 3.096 Frauen und Männer ihren Berufsweg in der Systemgastronomie. Ein Plus von 10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit werden derzeit 6.992 junge Menschen in diesem Beruf ausgebildet. Ausbildungsergebnisse und Übernahmequoten sind im Vergleich zu anderen Berufen überdurchschnittlich hoch. Eine Dehoga-Umfrage im Jahr 2007 unter 500 Azubis hat zudem gezeigt, dass auch die Zufriedenheit mit der betrieblichen Ausbildung enorm hoch ist und dass die angehenden Fachkräfte optimistisch in ihre berufliche Zukunft blicken.

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