Nordic Bakery eröffnet am Frankfurter Flughafen

Anfang August hat ein neues Bakery-Konzept am Airport in Frankfurt seinen Betrieb aufgenommen. Auf der Landseite des Terminal 2 bietet die Nordic Bakery skandinavische Snacks und Spezialitäten an.
 
Typisch skandinavisch setzt die Nordic Bakery auf die leisen Töne: Schlichte Einrichtung, gedeckte Farben und eine äußerst aufgeräumt wirkende Auslage bestimmen das Ambiente. „Ganz bewusst haben wir hier, wie auch in unseren Londoner Outlets, eine friedliche, ruhige Atmosphäre geschaffen – keine Musik, eine einfache Speisekarte“, sagt Eigentümerin Miisa Mink. Nüchtern, aber kraftvoll: Der Airport-erfahrene Franchisepartner Autogrill peilt einen Jahresumsatz von 1,5 Mio. € an.
 
Der ca. 200 qm große Standort in Terminal 2, Ebene 3, den in erster Linie die mit dem Skytrain aus Terminal 1 ankommenden Fluggästen passieren, blickt bereits auf eine kleine Back-Historie zurück. Vor der Nordic Bakery hießen die Mieter Le Pain Quotidien, La Maison du Pain und Cotidiano – alle drei performten zwar umsatzseitig, scheiterten aber letztlich an Vertragsstreitigkeiten (mit den jeweiligen Lizenzgebern). „Wir haben uns auch jetzt wieder für ein Bakery-Konzept entschieden, da die frequenzstärkste Zeit am Terminal 2 zwischen 6 und 9 Uhr morgens liegt“, erklärte Mark Hallstein, Retail-Manager der Fraport AG.
 
Trotzdem ist die Nordic Bakery für den Ganztagesbetrieb gerüstet und setzt gegenüber den Vorgängern auf eine deutliche Sortimentserweiterung: Neben zahlreichen süßen und salzigen Frühstücksangeboten gibt es für den größeren Hunger Sandwiches, Salate, Suppen und warme Speisen. Herzstück der Karte sind die Roggen-Sandwiches, die es mit den klassisch nordischen Belägen wie Räucherlachs, Hering und Kartoffelsalat, Krabben und Eiern gibt. Signature Product unter den süßen Leckereien ist die Zimtschnecke. Neben den Speisen haben die Getränke einen hohen Stellenwert: Etwa 40 % der Verkäufe entfallen in den Londoner Outlets auf Kaffee. Eine Bar versorgt die Frankfurter Airport-Gäste zudem mit Bier, Wein und finnischem Vodka.   
 
Für das skandinavische Bakery-Konzept aus London ist der Frankfurter Flughafen der erste internationale als auch der erste Standort in der Verkehrsgastronomie. Bislang betreiben die beiden finnisch-stämmigen Inhaber Jali Wahlsten und Miisa Mink drei klassische High-Street-Lagen in London (Beginn: 2007). Für den Start in Frankfurt wurde Autogrill Deutschland als Partner (Master-Franchisenehmer für alle deutschen Verkehrsstandorte) gewonnen.
 
Autogrill betreibt gegenwärtig zehn gastronomische Einheiten am Frankfurter Flughafen und beschäftigt dort 200 Mitarbeiter. Zum Portfolio zählen in Deutschland außerdem Operations an den Flughäfen Stuttgart und Hamburg sowie 26 Autobahnraststätten. An 46 deutschen Standorten setzte das Unternehmen im vergangenen Jahr geschätzt 63 Mio. € um. Die italienische Mutter Autogrill SpA mit Sitz in Mailand erzielte im vergangenen Jahr fast 6 Mrd. € Umsatz.  
 
www.nordicbakery.com
www.autogrill.com

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