Buchtipp

Osterie d’Italia 2016/17 mit über 1.700 Gastro-Tipps

Wer plant, sich in den kommenden Monaten in Italien abseits der berühmt-berüchtigten Touristenlokale kulinarisch inspirieren zu lassen – auf Slow-Food-Niveau – sollte vorab einen Blick in den neuesten Osterie d’Italia-Führer 2016/2017 riskieren. Seit einem Viertel Jahrhundert begleitet der Italien-Guide von Slow Food Editore nun schon Fach- und Privat-Publikum.

Auch das neue Werk präsentiert wieder jede Menge attraktive Alternativen zum Thema regionales italienisches Essen und Trinken: in Osterien, Trattorien, Enotecen, Bars und Konditoreien quer durch alle Regionen Italiens inklusive Südtirol, Sizilien und Sardinien.

Auf knapp 1.000 Seiten stellt die Neuerscheinung 2016/17 wieder über 1.700 ausgewählte und von Slow Food empfohlene Gastronomie-Betriebe vor. Ihr Facettenreichtum könnte größer nicht sein: Die einfache Enoteca mit Ausschank und Küche ist ebenso vertreten wie der Bauernhof, die Bar, die Konditorei, das Restaurant, die Trattoria oder die gehobene Osteria.

Die klare Ordnung nach Regionen und die zugehörigen Karten ermöglichen dem Leser einen schnellen Überblick über die Lage der ausgewählten Restaurants. Neueinträge gegenüber der letztjährigen Ausgabe sind ausdrücklich benannt.

Schnörkellos und begeistert zugleich bringen die Autoren für jedes Restaurant die Charakteristika auf den Punkt. Betonen das Besondere in punkto Service und Küche, verschweigen aber auch nicht die ein oder andere Schwäche. Besonders ausführlich beschreiben die Autoren die Spezialitäten der jeweiligen Speisekarte und ihre Zubereitungsart. Entscheidende Rahmendaten rund um den jeweiligen Betrieb liefert ein kleiner Vorspann direkt unter der Überschrift: Preise, Plätze, Öffnungszeiten, Ruhetage, Betriebsferien und die Art der akzeptierten Zahlungsmittel.

Die klare und übersichtliche Einteilung listet die einzelnen Lokale unter den Ortschaften auf, zu denen sie gehören. Innerhalb der italienischen Provinzen sind die Orte alphabetisch angeordnet. Ein Register bietet zusätzlich die Möglichkeit, die Lokale wie auch die Standorte unter ihrem Anfangsbuchstaben aufzuspüren.

Sollte die Vielzahl der genannten italienischen Spezialitäten und Gerichte Fragen aufwerfen – die entsprechende Erläuterung bzw. Übersetzung im umfangreichen Glossar des Slow-Food-Führers liefert die Antwort.
Wer Tipps fürs nahe Restaurantumfeld sucht, wird ebenfalls fündig. Am Ende vieler Restaurantbeschreibungen werden lohnende Lebensmittelläden, Pasticcerien, Eisdielen etc. der Umgebung aufgeführt.

Diverse Symbole kennzeichnen bestimmte Eigenschaften und Merkmale der besprochenen Gastronomie. Das Schnecken-Symbol weist zum Beispiel auf Lokale hin, die den Autoren aufgrund spezieller Eigenschaften positiv auffallen – wegen der Atmosphäre, der Küche oder der Gastlichkeit in entsprechender Slow-Food-Manier. Weitere Symbole betreffen beispielsweise eine gute Käseauswahl oder qualifizierte Weinangebote. Auch auf Barrierefreiheit für behinderte Menschen und glutenfreie Speisen-Offerten gibt der Führer Hinweise.


Hallwag Verlag, ein Unternehmen des Gräfe und Unzer Verlages, München 2016, 928 S., 22 Übersichtskarten, Hardcover, ISBN 978-3-8338-5199-5, 29,90 € (D)/30,80 € (A).

www.hallwag.de



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