Hans im Glück/Peter Pane

Patrick Junge fordert 4,2 Mio. Euro

Der Streit zwischen Hans im Glück und seinem ehemaligen Franchisenehmer Patrick Junge geht in eine neue Runde. Morgen wird am Landgericht München über eine Schadenersatzforderung der Paniceus GmbH von rund 4,2 Millionen Euro verhandelt. Paniceus-Inhaber Patrick Junge begründet die Klage mit der "unerwarteten Kündigung durch Hans im Glück", die ihn gezwungen habe, "zwölf Restaurants sehr kurzfristig in ein neues Konzept zu überführen."

Die aus Sicht von Paniceus unwirksame Kündigung von Hans im Glück und die Verweigerung jedweder Leistungen durch die Franchisegeberin hätten Paniceus damals seinerseits zum Ausspruch einer Kündigung gezwungen, teilt Junge mit. "Die dadurch entstandenen Schäden in Höhe von 4,2 Millionen Euro, die wir ausgeben mussten, um die Zukunft der Restaurants und der Arbeitsplätze von 700 Mitarbeitern zu sichern, sollen durch Hans im Glück ersetzt werden."

Bei Hans im Glück will man das Verfahren im Vorfeld nicht kommentieren. "Aus den Kündigungen des Franchisevertrages zwischen der Hans im Glück Franchise GmbH und der Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH im Herbst 2015 leiten sich Schadenersatzansprüche von beiden Seiten ab, über die nun das Gericht zu entscheiden hat", heißt es lediglich in einer Stellungnahme. Man wolle die morgige Entscheidung des Gerichts abwarten.

Patrick Junge betreibt aktuell 17 Burger-Restaurants unter der Marke Peter Pane in Norddeutschland sowie einen Standort des Hot Dog-Konzepts Hook Dogs in Hamburg, das in Kürze weitere Filialen in Hamburg und Lübeck bekommen soll. Auch Peter Pane soll weiter kräftig wachsen, unter anderem in Leipzig. 24 Outlets sind bis zum Jahresende anvisiert, der Umsatz soll auf 44 Mio. € wachsen (2016: 31,2 Mio. €).

Hans im Glück erzielte im vergangenen Jahr mit 44 Standorten (31. Dezember) Erlöse von 87,4 Mio. €. Restaurant Nr. 45 eröffnet in der kommenden Woche in Paderborn.  

In vorausgegangenen Verfahren zwischen den ehemaligen Partnern (mehr...) bezüglich der Inneneinrichtung und Facebook-Seiten hatten die Gerichte zugunsten von Hans im Glück entschieden.  

www.peterpane.de
www.hansimglueck-burgergrill.de

stats