Pilotprojekt für kontaktloses Bezahlen startet im April

Das bargeldlose Bezahlen kleiner Beiträge könnte in Zukunft schneller und bequemer vonstatten gehen. Ab Mitte April startet Europas größtes Pilotprojekt zum kontaktlosen Bezahlen in der Region Hannover, Braunschweig und Wolfsburg. Dies teilte die Deutsche Kreditwirtschaft bei einer Pressekonferenz in dieser Woche in Frankfurt/Main mit. Über 1,3 Millionen Kunden der Banken und Sparkassen können im Rahmen des Pilotprojekts im teilnehmenden Einzelhandel und an Tankstellen in weniger als einer Sekunde Beträge bis 20 € kontaktlos über ihren Prepaid-Chip auf ihrer girocard bezahlen.
 
Im Unterschied zur herkömmlichen Bezahlpraxis muss der Kunde seine Bank- oder Sparkassenkarte bei einem Betrag bis zu 20 € nicht mehr aus der Hand geben. Die Karte mit dem neuen gemeinsamen Markenzeichen von Banken und Sparkassen, girogo, wird dann einfach vor das Bezahlterminal gehalten. Eine Pin-Eingabe ist ebenfalls nicht mehr erforderlich. Die Zahlung erfolgt über die Prepaidfunktion des Chip, der bis zu einem Höchstguthaben von 200 € aufgeladen werden kann. Das Bezahlen mit girogo ist nach Angaben des Bundesverbands der Deutsche Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) um bis zu 25 % schneller als eine herkömmliche Kartenzahlung und doppelt so schnell wie Bargeld.
 
Partner des Pilotprojekts der Deutschen Kreditwirtschaft sind voraussichtlich Edeka, Esso, Douglas, Thalia, Christ, AppelrathCüpper und Hussel. Der Handel verspricht sich von dem neuen Bezahlverfahren nicht nur eine höhere Effizienz an den Kassen, sondern auch ein reduziertes Kleingeldaufkommen und geringere Ausgaben für das Bargeldhandling. Als Prepaid-Lösung bietet girogo eine Zahlungsgarantie für den akzeptierenden Händler.
 
Circa ein Jahr lang wollen Banken und Sparkassen sowie die beteiligten Partner das neue Verfahren testen. Danach könnte das kontaktlose Bezahlen bundesweit eingeführt werden und dürfte dann auch bei gastronomischen Betrieben auf Interesse stoßen.  
www.bankenverband.de



stats