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Plus bei vegetarischen und veganen Lebensmitteln

Im vergangenen Jahr sind 454 Mio. € mit vegetarischen und veganen Produkten umgesetzt worden. Dies entspricht einem Wachstum von 25,9 % im Vergleich zu 2014. Das Institut für Handelsforschung (IFH), Köln veröffentlichte diese Ergebnisse im Branchenreport 'Vegetarisch & Vegan: Modeerscheinung oder nachhaltiger Wachstumsimpuls?' Der Vebu rechnet mit weiter steigenden Zahlen. Geschäftsführer Sebastian Joy sagt: „Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine vegetarisch-vegane Lebensweise.“

Er schätzt, dass mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland mittlerweile zu den sogenannten Flexitariern gehört und somit bedeutend weniger Fleisch isst. „Flexitarier greifen immer öfter auch zu den vegetarischen oder veganen Alternativen im Handel. Der Lebensmitteleinzelhandel hat diese Entwicklung erkannt und baut sein Sortiment stetig aus“, so Joy.

Laut IFH sind die drei umsatzstärksten Warengruppen vegetarisch-vegane Fleisch- und Milchalternativen sowie der Bereich 'Frühstück' mit pflanzlichen Brotaufstrichen, Müslis und Cornflakes. Das schnellste Wachstum verzeichnen dabei die Milchalternativen. Auch vegane Säfte und Weine sind im Kommen. Diese Produkte sprechen nicht nur vegetarisch und vegan lebende Menschen an, sondern vor allem die Flexitarier.

Die Umsatzzahlen stiegen in den vergangenen Jahren stetig, das größte Plus gab es im Vorjahr. „Die Daten belegen einen rasanten und kontinuierlichen Anstieg des Verkaufs vegetarisch-veganer Produkte. In den nächsten Jahren wird das Wachstum weiter zunehmen“, prognostiziert Joy.

Orientierung beim Einkauf im Supermarkt will der Vebu mit dem V-Label bieten, einem international geschützten Gütesiegel zur Kennzeichnung von vegetarischen und veganen Lebensmitteln. Es wird in Deutschland vom Vebu vergeben. Bei der Wahl eines, mit dem V-Label lizenzierten Produkts, könnten sich vegetarisch, vegan oder flexitarisch lebende Menschen darauf verlassen, dass keine tierischen Bestandteile enthalten sind und auch während des Produktionsprozesses keinerlei tierische Hilfs- und Zusatzstoffe eingesetzt wurden, heißt es in einer Mitteilung des Vebu.

www.vebu.de
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