Gastro Startup Sessions

Power-Programm für Gründer

Zwei Tage voller Input, Workshops und Netzwerken - zum dritten Mal luden die erfolgreichen Gastronomen des Leaders Clubs Deutschland den Unternehmernachwuchs zu den Gastro Startup Sessions ein. Rund 100 junge Gründer und Gründungswillige kamen ins Braugasthaus Altes Mädchen in Hamburg, um Wesentliches für den Erfolg in dieser schönen, aber auch anspruchsvollen Branche zu lernen. Ganz oben auf der Tagesordnung stand dabei der ehrliche, offene Erfahrungsaustausch. Denn: „Aus nichts lernt man so viel wie aus Fehlern, die ihr dann nicht mehr machen müsst“, wie es ein Redner auf den Punkt brachte.

„Ich hoffe, nach all diesen Informationen wollt ihr immer noch gründen“, sorgte sich Moderator und Vorstandsvorsitzender des Leaders Clubs Deutschland, Patrick Rüther, bei der Verabschiedung ein wenig. Denn die erfahrenen Redner bei den dritten Gastro Startup Sessions hatten für die Zuhörer durchaus einige Warnungen parat. Zum Beispiel, wie elementar wichtig der Blick auf die wirtschaftlichen Kennzahlen bei der Unternehmensführung ist, wie gleich mehrere Vorträge betonten. Oder wie schwierig die niedrige Arbeitslosigkeit mitunter die Mitarbeitersuche macht. Doch neben lehrreichen ‚Fuck-ups‘ gab es vor allem positive Ratschläge der ‚Alten Hasen’, unter anderem, wie eben diese Mitarbeitersuche mit kreativen Aktionen gelingen kann. 

Wichtig für jeden Gründer: ein Netzwerk. Die Gastro Startup Sessions halfen beim Kontakteknüpfen.
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Wichtig für jeden Gründer: ein Netzwerk. Die Gastro Startup Sessions halfen beim Kontakteknüpfen.
Auch einige Jung-Gastronomen, die ihre ersten Schritte bereits erfolgreich gegangen sind, machten den Branchenneulingen Mut. Ema Paulin stellte ihr mehrfach preisgekröntes Konzept Good Bank vor und Hendrik Haase erklärte, wie er mit seiner Handwerksmetzgerei Kumpel & Keule samt angeschlossener ‚Speisewirtschaft‘ das Verhältnis der Berliner zum Lebensmittel Fleisch verändern will. Beim jeweils fünfminütigen Elevator Pitch durften die Gründer ihre Business-Ideen von Chopp&Roll Eiskrem über die App ‚Foodguide’ (das ‚Tinder for Food‘) bis hin zum Tex-Mex-Konzept 16 Bites und dem Fleischersatzproduzenten Amidori präsentieren. 

Am am zweiten Tag dann galt ein Schwerpunkt der Digitalisierung, welche die Branche und die Art, wie sie mit ihren Gästen kommuniziert, laut der Prognose von Leaders Club Präsident Michael Kuriat in den nächsten Jahren massiv verändern wird. „Dieser Prozess bietet jede Menge Chancen. Nicht mitzumachen ist keine Option!“

Abgerundet wurde das Power-Programm mit Workshops zu Themen wie Multiplikation, Baurecht, Kennzahlen und Der perfekte Pitch. Am Abend luden die Organisatoren Patrick Rüther und Axel Ohm in ihr Brew Pub UeberQuell und demonstrierten dort eindrucksvoll, wie viel Spaß Gastronomie Gästen und Gastgebern machen kann. 

Das Fazit eines Teilnehmers: „Abgeschreckt? Im Gegenteil! Die beiden Tage haben gezeigt, dass wir noch viele Hausaufgaben machen müssen. Aber wir haben nach wie vor richtig Bock!“

Die nächsten Gastro Startup Sessions finden voraussichtlich im Rahmen der Berlin Food Week im Herbst 2018 statt. 

www.leadersclub.de/gsu-sessions 



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