Hans im Glück

Prozess gegen Peter Pane ist alternativlos

Zwischen dem innovativen Burgerbrater Hans im Glück und dem ehemaligen Franchisenehmer Patrick Junge herrscht Eiszeit: Junge, der mittlerweile sein eigenes Burger-Unternehmen Peter Pane gegründet hat, wirft Hans im Glück-Gründer Thomas Hirschberger rabiate Geschäftsmethoden vor und behauptet, dieser wolle ihn an den Rand seiner Existenz bringen. In der 'Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung' (AHGZ) nimmt nun Johannes Bühler, Geschäftsführer der Hans im Glück Franchise GmbH zu den Vorwürfen Stellung. 

Der 32-jährige Johannes Bühler sagt, dass man es im Unternemen bedauere, dass es zu diesem Streit mit Patrick Junge gekommen und dass der Gerichtsprozess notwendig sei. Aber dieser sei alternativlos, so Bühler. Der Geschäftsführer weiter: "Wir sind ein Franchise-System und der Kern der Marke, das Know-how, das uns als Hans im Glück ausmacht, bekommt man nicht geschenkt. Damit das funktioniert, braucht es Regeln, sonst funktioniert ein System nicht."
Patrick Junge sei zwar ein ambitionierter und anfangs auch guter Systempartner gewesen, dessen Standorte von  einem ordentlichem Wachstum geprägt gewesen waren. Nach acht Monaten Partnerschaft war Junge nach Angaben von Bühler wohl so begeistert von dem Konzept, dass er im März 2014 anbot, die Idee von Hans im Glück abzukaufen. Bühler: "Wir lehnten ab, und die Schwierigkeiten begannen."

Warum aber hat das Mutterunternehmen Partick Junge die zwölf Standorte nicht einfach abgekauft? "Wir haben Patrick Junge ein Angebot von über 30 Mio. € für seine Burgergrills gemacht. Das war mehr als fair. Wir hätten gern das Gebiet und die zwölf Betriebe von Patrick Junge fortgeführt und alle Mitarbeiter weiterbeschäftigt. Das Kaufangebot hat Thomas Hirschberger verhandelt und beide Parteien waren bereits soweit, dass sie sich mit Handschlag geeinigt hatten. Dann blieb die weitere Kommunikation seitens Junge aus", erzählt Bühler.

Bühler vermutet, dass Junge auf Zeit gespielt habe, um sein neues Konzept anzupassen und auf den Markt zu bringen. Letztendlich ist der Kauf nicht zustande gekommen und es kam zum Prozess. Angebote der Richter zu einer Mediation wurden laut Bühler seitens Junges mehrfach abgelehnt.

Wie ist der juristische Stand? Die bisher geführten Prozesse hat Hans im Glück allesamt gewonnen. Der Plagiatsvorwurf wurde bereits im Jahr 2016 im Eilprozess bestätigt. Am 8. September steht das Urteil in der Hauptsacheverhandlung dazu an. Und am 19. September rechnet Hans im Glück mit dem Urteil über die Schadensersatzforderung, die gegen Peter Pane erhoben wurde.

www.ahgz.de




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