Brandenburg

Qualitätssicherungssystem für Schulessen vorgestellt

Das QBra-Siegel soll das Schulessen in Brandenburg qualitätsvoller aber nicht teurer machen.  Als Kontrollinstanz soll das „Logbuch der Kundenzufriedenheit“ dienen. Anne Quart, Ministerium für Justiz, Europa und Verbraucherschutz steht hinter dem „Qualitätssicherungs-system für das Mittagsangebot in den Schulen Brandenburgs“.

Die vorgegebenen Qualitätskriterien orientieren  sich laut Nachrichtenportal svz.de an den Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE‘). Das Qualitätssiegel verlangt im Angebot „Seefisch aus nicht überfischten Beständen“ oder „mageres Muskelfleisch“. Formfleisch und Glutamat sollen keine Verwendung finden. Innerhalb von vier Wochen sollte maximal acht Mal Fleisch, Wurst oder Ei und mindestens vier Mal Seefisch auf dem Speiseplan stehen.

Wie rbb-online berichtet, soll das Siegel nicht vom Land, sondern vom privaten Zertifizierer Control Union Akademie GmbH vergeben werden.  Die Zertifizierung ist für die Caterer nicht verpflichtend.  Die Kontrolle soll über das Logbuch der Kundenzufriedenheit erfolgen, in dem Schüler und Lehrer Negatives und Positives zum Schulessen vermerkt sein soll.  Es müsse nicht täglich geführt werden, erläutert Rainer Friedel, Geschäftsführer der Control Union Akademie.  Nicht akzeptiert würde allerdings ein ganzes Jahr ohne Eintrag – auch nicht mit dem Argument, dass es keine Beschwerden gegeben hätte.
Für die Kosten der Zertifizierung sollen die Caterer aufkommen, ohne das auf die Preise umlegen zu können, ist die erklärte Absicht von Anne Quart (Die Linke).  

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