Rauchmelder und Feuerlöscher verringern Gefahr von Küchenbränden

In der Gastronomie und dort speziell in den Küchen sind eine Vielzahl von hygienischen Vorschriften und Auflagen zu beachten. Vielen Verantwortlichen erscheint Brandschutz da als ein eher zweitrangiges Problem. Dabei ist gerade hier nicht nur das Brandrisiko – durch offene Gasflammen und heißes Fett – besonders groß. Hoch gefährlich sind auch die Folgen: Kann doch jeder einzelne Brand die Existenz des gesamtes Betriebes bedrohen.

Ein Küchenbrand stellt nicht nur eine große Gefahr für das Personal dar; er zieht auch meist umfangreiche Renovierungsarbeiten und – damit oftmals verbunden – eine vorübergehende Betriebsschließung nach sich. Verbunden mit Ausfällen und Schäden, für die eine Versicherung nur dann eintritt, wenn die Brandschutz-Vorschriften zuvor genau eingehalten wurden. Der bvbf Bundesverband Brandschutz-Fachbetriebe e.V. weist deshalb darauf hin, dass es inzwischen neue Techniken des Brandschutzes gibt, die speziell für Profiküchen entwickelt wurden.

Bundesweit sind alleine rund 70.000 Fritteusen im Einsatz, die bei Temperaturen von 140 bis 180 Grad Celsius arbeiten. Sollte deren Betriebstemperatur, zum Beispiel wegen eines defekten Thermostates, überschritten werden, besteht die Gefahr eines Fettbrandes – verbunden mit einem sehr hohen Schadenspotenzial, da sich das Feuer durch die Fettablagerungen oft bis in die Abluftsysteme ausbreitet.

Das Risiko eines Brandes kann durch eine laufende, systematische Reinigung zwar eingeschränkt, aber nie ganz ausgeschlossen werden. Der bvbf empfiehlt deshalb, nur Feuerlöscher oder Löscheinrichtungen einzusetzen, die ausdrücklich für Fett- und Ölbrände zugelassen sind. Die oft noch gebräuchlichen Löschdecken bieten hier keine ausreichende Sicherheit. Speziell für Fettbrände entwickelte Löschmittel dagegen unterbinden wirksam die Sauerstoffzufuhr und kühlen das Fett rasch bis unter die Entzündungstemperatur ab. So lassen sich aufflammende Brände in den meisten Fällen schon ersticken, bevor diese sich explosionsartig ausbreiten und über das Abluftsystem in kürzester Zeit das ganze Gebäude in Brand setzen können.

Nicht nur Geräte, die mit heißem Fett arbeiten, bilden gefährliche Zündquellen in der Küche. Dämpfe und Feuchtigkeit erhöhen die Gefahr von Kurzschlüssen. Durch Nachlässigkeit entwickeln sich zudem oft Brände in den Abfallresten. Darüber hinaus können sich Reinigungsmittel und fettige Küchentücher sogar selbst entzünden. Aus all diesen Gründen sind – neben geeigneten Löschgeräten – auch Rauchmelder unverzichtbar, die selbst feinste Rauchpartikel erkennen und rechtzeitig Alarm schlagen.

Allerdings lösen herkömmliche Geräte im Küchenbetrieb leicht einen Fehlalarm aus und bleiben dann leichtsinnigerweise oft ausgeschaltet. Deshalb wurden auch für diese Warngeräte neue Technologien entwickelt, die elektronisch zwischen Koch- oder Bratdünsten und gefährlichen Rauchentwicklungen unterscheiden können. Über Leitungen oder Funk lassen sich diese Geräte zudem vernetzen und so rund um die Uhr zentral überwachen.

Ob Restaurant, Kantine oder Imbissstube – es lohnt sich in jedem Fall, die bestehenden Lösch- und Warneinrichtungen von einem qualifizierten Brandschutz-Fachbetrieb gründlich überprüfen zu lassen und sich über die neuen Technologien zu informieren. Erweist sich das Auswechseln der Geräte als notwendig, ist dies eine vergleichsweise geringe Investition angesichts der möglichen Schäden.

Adressen von qualifizierten Brandschutz-Fachbetrieben, die auch die regelmäßige sachkundige Prüfung der Geräte übernehmen, die in der Gastronomie mindestens einmal jährlich durchgeführt werden sollte, sind jederzeit beim bvbf erhältlich oder – sortiert nach Postleitzahlen – im Internet abrufbar.

http://www.bvbf-brandschutz.de

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