Rema Hotels vor dem Aus

Die Solinger Hotelgruppe Rema Hotels hat im April Insolvenzantrag gestellt. "Betroffen sind alle Betriebe, ausgenommen die Dama-Hotels meiner Ehefrau", so René Pierre Marquigny, Inhaber und Geschäftsführer der Rema Hotels. Damit hat die Talfahrt des mittelständischen Unternehmens der vergangenen Monate ihr vorläufiges Ende gefunden. So konnte die Gesellschaft die fälligen Franchisegebühren für die Kooperation mit Accor nicht mehr zahlen - ein Grund für den kurzfristig geplatzten Franchise-Vertrag mit den Franzosen (siehe Text). Schwere Vorwürfe erhebt die Allgemeinen Hotel- und Gaststättenzeitung gegen die Rema Hotels. Nach Informationen der Wochenzeitung habe Marquigny im Frankfurter Haus seit Januar 2004 keine Gehälter mehr gezahlt. Darüber hinaus seien die Beiträge für die Hoga-Rente aller Mitarbeiter aus dem vergangenen Jahr, die von den Gehältern einbehalten wurden, nicht an die Hamburg-Mannheimer weitergeleitet worden. "Wir haben die Gelder nicht bewusst zurückgehalten", kommentiert Marquigny, "es ist von unserer Buchhaltung nicht richtig bearbeitet worden." Nach Angaben des Rema-Chefs habe die Hamburg-Mannheimer keine Mahnungen geschickt, so dass der "Fehler nicht entdeckt wurde."

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