gastromatic lab

'Restaurant auf Zeit' für Gastro-Gründer

Einmal in die Gastro-Gründer und zurück – in drei Monaten und ganz ohne Risiko. Das ist die Idee des gastromatic labs - einem Ladenlokal, in dem Restaurant-Ideen für einen bestimmten Zeitraum ausprobiert und auf ihre Tauglichkeit geprüft werden können. Die dort gemachten Erfahrungen sollen den Gründern später beim risikoreichen Start in die Selbständigkeit wertvolle Hilfestellung leisten.

Hinter der Ideen stehen Patrick Pötzsch und Florian Klima, die Gründer des Start-ups gastromatic, einem Tool für digitales Personalmanagement. Sie wollen angehenden Gastronomen das 'Restaurant auf Zeit' ermöglichen wollen und sind nun auf der Suche nach einer geeigneten Fläche in einer deutschen Großstadt (Berlin, Hamburg, Köln, München, Frankfurt am Main, Stuttgart), um ihr Projekt möglichst bald zu lancieren. Voraussetzungen: 130-150 qm für Küche, Theke und Gastraum, flexibel einrichtbar, zwei bis drei Mitarbeiter sind notwendig, um die spätere Situation möglichst realistisch abzubilden.

"Immer mehr Gründer nutzen Events, Street-Food-Stände, Foodtrucks und dergleichen, um die Speisen, auf die sie spezialisiert sind, vorab zu testen", erklärt Pötzsch. "Das Feedback, welches man hierdurch von den Kunden für seine Produkte erhält, ist sicherlich wertvoll, jedoch ist der Schritt zur eigenen Gastronomie mit allen Facetten - dazu gehören auch Personalsuche, Personalplanung und Lohnabrechnung, Warenwirtschaft, Ablaufprozesse in der Küche, Buchhaltung usw. - um einiges komplizierter und macht am Ende den Unterschied zwischen guten und sehr guten Konzepten. Deswegen wollen wir einen Ort kreieren, an dem gründungswillige Gastronomen sich und das eigene Konzept auf begrenzte Zeit und in einem kleinen Team ausprobieren können: das gastromatic lab."

Restaurantbetrieb im Test für 3-6 Monate

In dem wandelbaren Lokal soll die Belegum alle drei bis maximal sechs Monate wechseln. "Unterstützt durch Sponsoren möchten wir das Ladenlokal, den Küchen- und Thekenbereich sowie die Innenausstattung bereitstellen", so Pötzsch. "Außerdem stellen wir unsere Software gastromatic zur Personalorganisation und Lohnabrechnung zur Verfügung. Mit Hilfe unserer Partner wird den Gründern zusätzlich ein Reservierungssystem, ein Kassensystem, ein Warenwirtschaftssystem sowie ein modernes Controlling Tool zur Seite gestellt, um auch im Backoffice Bereich optimal ausgestattet zu sein. Zentral an diesem Projekt und seiner Umsetzung ist, dass man das Risiko für angehende Gründer minimal hält, indem man einen einfachen Einstieg schafft, sie aktiv begleitet und beratend zur Seite steht."

Zudem soll durch die transparente Dokumentation der eigenen Wirtschaftlichkeit ein Mehrwert für andere angehende Selbstständige geschaffen werden. Die Voraussetzung für den Einzug ins gastromatic lab ist, dass die Gründer gewillt sind, auf Convenience-Produkte zu verzichten und stattdessen auf Handarbeit und qualitativ hochwertige Lebensmittel zu setzen.

"Nachhaltigkeit und die damit verbundene wirtschaftliche Machbarkeit ist uns sehr wichtig", betont Pötzsch. "Der Lerntransfer muss dabei für alle Beteiligten – und auch für Menschen, die das Ganze verfolgen – im Vordergrund stehen. Mit dieser 'Gründung auf Probe' wollen wir neue Konzepte beflügeln und allem voran Gastronomen die Chance geben, das eigene Konzept unter realistischen Bedingungen zu testen, ohne viel zu investieren."

Ähnliche Konzepte wie der 'Laden Ein' in Köln setzen bereits auf ähnliche Angebote, dort wechseln die 'Gastgeber' jedoch alle 14 Tage, so dass der Neuigkeitswert des jeweiligen Restaurants allein schon zahlreiche Besucher anzieht. Im gastromatic lab sollen die zukünftigen Gastronomen die Chance bekommen, ihr Konzept auch längerfristig an einem festen Standort zu testen. 

www.gastromatic.de
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