Studentenwerk Freiburg

Reste essen vom Band

Essen was andere übrig lassen: In der Mensa der Uni Freiburg bedienen sich „Bänderer“ an den Tabletts, die bereits auf dem Weg in die Spülküche sind. Damit protestieren sie gegen das Wegwerfen von Lebensmitteln und schonen ihr Budget.
Bis zu 40 Studierende wählen diese besondere Free-Flow-Alternative und nehmen sich, was andere auf das Abräumband gestellt haben, berichten „ Badische Zeitung“ und SWR. Rechtlich handelt es sich dabei um Diebstahl. Man habe sich aber entschieden, „die Bänderer zu dulden“, sagt Renate Heyberger, zweite Vorsitzende des Studierendenwerks zur „ Badischen Zeitung“. Allerdings wolle man die Szene weiter beobachten und neu entscheiden, wenn es zu einer Massenbewegung komme.

Im Sommer wollen sich Vertreter des Studierendenwerks selbst ans Band stellen um mit einer Strichliste die Menge des zurückgehenden Essens zu erheben. Eine erste Maßnahme wurde bereits ergriffen. Der SWR berichtet von blauen Trennwänden, die an den Geschirrbändern angebracht wurden – damit Normal-Esser den Bänderern nicht zuschauen müssen.

Die haben in der Regel keine Hemmungen vor Zuschauern. Eine junge Bänderin führt noch ein weiteres Argument dafür an, dass sie nicht an der Essensausgabe, sondern am Rückgabeband ansteht: „Man bekommt eine große Auswahl. Sonst muss man sich für ein Gericht entscheiden und hier kann man alles essen“.

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