Hamburg

Rot-Grün will Schulen mit Produktionsküchen ausstatten

Der rot-grüne Senat der Hansestadt Hamburg will in der laufenden Legislaturperiode 20 neue Produktionsküchen an Hamburger Schulen installieren und kalkuliert dafür Investitionen in Höhe von 20 Mio. Euro.

Laut Meldung von mopo.de sind inzwischen fast alle der 335 allgemeinbildenden staatlichen Hamburger Schulen auf Ganztagsbetrieb ausgelegt. Aber nur in 30 werde das Mittagessen in Produktionsküchen frisch zubereitet. Der weitaus überwiegende Teil der Schulen wird von Caterern beliefert. Laut Grünen-Abgeordnete Stefanie von Berg soll das Thema Essen im Schulalltag künftig eine größere Rolle spielen. Dazu gehört eine bessere Bildung in Ernährungsfragen und mehr Mitbestimmungsrechte für die Schüler und Schülerinnen beim Speiseplan.

Die Kosten für den Ausbau einer normalen Schulkantine zur Produktionsküche werden zwischen 750.000 und 1,2 Mio. Euro veranschlagt. Was die Personalausstattung betrifft, denkt der rot-grüne Senat an die Nutzung der bestehenden gemeinnützigen Struktur. Träger der Ausbildungs- und Berufsvorbereitung könnten dabei in den Küchen ebenso tätig werden wie Behindertenhilfeträger. Die SPD-Abgeordnete Barbara Duden denkt beim Betrieb der Schulkantinen auch an die Einbindung bestehender Schülerfirmen oder Angebote von Berufspraktika. Von dem Modell verspricht sie sich nicht nur eine bessere Essensqualität gegenüber dem Caterer-Modell: „Bei entsprechender Auslastung sind Produktionsküchen auch die kostengünstigere Variante“. Interessierte Schulen müssen sich mit einem Nutzungskonzept bei der Schulbehörde bewerben.

www.hamburg.de/bsb/


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