Berlin

Roy&Pris: Chinesische Fine Dining-Küche trifft Science Fiction

Film-Fans wissen es: Der Name Roy&Pris Starkitchen ist eine Hommage an Harrison Fords Science Fiction-Klassiker Blade Runner und seine Protagonisten – zwei Replikanten, also künstliche Menschen, die neue Welten auf fernen Planeten erschließen sollen. Entsprechend futuristisch mutet das jüngste, im Januar in Berlin-Mitte eröffnete Restaurant der Berliner Gastro-Größen Axel Burbacher-Burzin und Guanfeng 'A-fon' Guan an.

Der jüngste Coup des Duos - bekannt für Adressen wie Toca Rouge, Yumcha Heroes und Long March Canteen – vereint hochwertige chinesische Küche mit einer Outer-Space-Inszenierung der elektrisierenden Art. Eine Mischung aus Zwielicht, Düsternis und neonfarbenen Leuchtfäden, die sich durch den gesamten Raum ziehen, gekrönt durch eine Lichtinstallation aus Galaxy-Leuchtkästen mit Tausenden von Sternen, die ins Innere des ansonsten dunklen, nur durch markante Lichtspots auf die Tische erhellten Gastraums strahlen.

Kulinarisch im Fokus des 40-Plätze-Restaurants (plus 20 Tresenplätze im offenen Küchenbereich sowie 40 weitere Plätze auf der Sommerterrasse) stehen individuell gefüllte chinesische Man-Tou-Taschen, Meeresfrüchte und Schalentiere sowie ausgewählte Gemüse- und Fleischgerichte, als Vorspeise gibt es etwa Schwarze Morcheln, Sardinen und Ingwer (7,50 €), als Hauptgericht Taschenkrebs Hong-Kong-Style mit Lauchzwiebeln und getrockneten Chilis (15 €) – das teuerste Gericht auf der Karte. Die Macher rechnen mit einem Durchschnittsbon von ca. 40 € - auch dank des ansehnlichen Getränke-Angebots und der integrierten Bar.

Das Konzept zeigt sich dreigeteilt: Bar als Entrée, gefolgt von Küchenbereich und Gastraum – jeweils mit eigener Atmosphäre. So wurde in der Barzone eine Wand mit gewellter Spiegelfolie ausgekleidet, während die offene Küche sich kitschig angehaucht in Pink- und Lilatönen präsentiert. Das eigentliche Restaurant kombiniert rohe Betonwände, aus Beton gegossene Tische und mit Samt bezogene Stühle. Dem Anspruch getreu, sämtliche Sinne der Gäste anzusprechen, vereint das Klangkonzept Musik fremder Welten wie Vangelis oder Daft Punk mit Naturgeräuschen. Besucher der WC’s werden durch Düfte von Wald, Holz und Moos sowie begrünter Decke überrascht.

Konzipiert und realisiert wurde das Roy&Pris gemeinsam mit dem Berliner Interior-Designer Danilo Dürler – Teil des Designstudios ett la benn, mit dem das Unternehmer-Duo bereits bei seinen früheren Projekten zusammengearbeitet hat. Ebenfalls im Boot: der Künstler Darius Ghanai, Titel- und Corporate Designer für so geniale Kinofilme wie Good Bye Lenin, Don’t Come Knocking oder Das Parfum. Im Roy&Pris hat er seine Herangehensweise wie schon bei der Long March Canteen auf ein Restaurant übertragen.

www.royandpris.com


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