Salmonellenfälle im Oberallgäu gestiegen

Die Zahl der in Oberallgäuer Kliniken und Altenheimen an Salmonellen Erkrankten ist auf 34 gestiegen. Das Landratsamt Sonthofen bestätigte am Mittwoch, dass vier Menschen, die mit der lebensgefährlichen Krankheit infiziert waren, gestorben sind. Lebensmittelamt und Gesundheitsamt forschen derzeit nach den Ursachen für den Ausbruch der Infektionen. Bei den Verstorbenen handelt es sich um Frauen, die in Altenheimen und Krankenhäusern in Oberstdorf und Immenstadt untergebracht waren. Wie es zu den Salmonelleninfektionen kam, ist bislang unbekannt. Eine Mitarbeiterin der Kliniken Oberallgäu GmbH in Immenstadt sagte der gv-praxis, dass beim derzeitigen Kenntnisstand die Großküche der betroffenen Einrichtungen nicht als Ausgangspunkt der Verseuchung in Frage käme. Lebensmitteltests haben bislang keinen Hinweis auf Kontamination erbracht. Die betroffenen Einrichtungen beziehen ihre Mahlzeiten aus einem gemeinsamen Küchenverband.



Laut Bundesinstitut für Risikobewertung werden alljährlich mehr als 60.000 Salmonelleninfektionen in Deutschland gemeldet. Fachleute gehen aber davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Erkrankungen wesentlich höher liegt. Symptome der Krankheit sind Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Für Kleinkinder und alte Menschen kann eine Salmonellose lebensgefährlich sein. Bereits der Verdacht auf eine Infektion ist meldepflichtig.

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